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Namen:
Thomas Beier, 2014
Martin Wall, 2016-06

 

Die Novemberrevolution:

    9.11.1918 => Revolution erreicht Berlin, Max von Baden gibt die Abdankung des Kaisers bekannt (ohne dessen Wissen) Ernennung Friedrich Eberts zum neun Reichskanzler (SPD) Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann (SPD) (14:00) Ausrufung der sozialistischen Republik durch Karl Liebknecht (Spartakus) (16:00)

 

SPD

Spartakisten

Reichstagsgebäude:

  • Deutsche Republik
  • Ende der Revolution
  • Neuanfang, Demokratie, Einigkeit
  • Parlamentarismus
  • Parteienpluralismus
  • Repräsentation, freies Mandat, indirekte Demokratie
  • Gewaltenteilung
  • Arbeiterregierung
  • Freie pluralistische Bürgergesellschaft

=> gesamtes Volk = alle Staatsbürger

 

Stadtschloss:

  • Freie Sozialistische Republik
  • Beginn der proletarischen Weltrevolution
  • Führung der Kommunistischen Partei
  • Räterepublik
  • Direkte Demokratie
  • Räte vereinigen alle Gewalten in sich
  • Eine richtige Meinung (Partei Zwang zu Freiheit und Glück) (Rousseau)
  • Volk = Arbeiterklasse

 

 

 

„Rat der Volksbeauftragten“ (aus USPD und MSPD) als Übergangsregierung (10.11.1918 – 19.1.1919)

Waffenstillstand, Frieden

    Wirtschaftlicher Wiederaufbau, Friedenswirtschaft, Nahrungsversorgung Verfassung, Demokratie Versuch zur Rettung des Großmachtstatus (Berufung auf Wilsons 14 Punkte) Reichsrätekongress (Versammlung aller Sowjets) Stimmt gegen eine Sowjetrepublik und für eine parlamentarische Demokratie

Dezember 1918: Reichskongress der Arbeiter & Soldatenräte – Diskussion der Entscheidung zwischen Räterepublik und Nationalversammlung
=> 2/3 pro Nationalversammlung (Furcht vor Russ. Zuständen, zu geringe Politisierung, Stabilisierung der Situation, Zugeständnisse von Seiten der gemäßigten Parteien)

      Extreme Linke Parteien fordern ein Rätesystem

=> Spartakusaufstand

=> Niederwerfung durch Freikorps 19.1.1919: Weimarer Koalition (SPD,Z,DDP) 11.8.1919: Weimarer Verfassung, Verfassung als Spiegel der Begehren im Parlament:

Weimarer Republik - Versailler Vertrag (Pariser Vorortvertrag)

Beschlüsse des Versailler Vertrag:

- Kriegsschuldparagraf 231:

- Alleinige Kriegsschuld Deutschlands

- Berechtigung der nachfolgenden Bedingungen

-Territoriale Bestimmungen:

- Posen, Westpreußen, Oberschlesien an Polen

- Elsass-Lothringen an Frankreich

- Entmilitarisierung und Besetzung des Rheingebietes

- Militärische Bestimmungen:

- Reduzierung des Heeres auf 100.000; Abschaffung der Wehrpflicht

- Beschränkung der Seeflotte und Verbot der Luftwaffe

- Wirtschaftliche Bestimmungen:

- Deutschland muss alle Schäden und Verluste der Alliierten mit Geld begleichen

- Vorauszahlungen in Höhe von 20 Mrd. Mark Gold

Auswirkungen

- wirtschaftliche und militärische Schwächung Deutschlands, aber kein dauerhafter Souveränitätsverlust

- Kriegsschuldartikel und Reparationen als Hypothek für die Weimarer Republik

 

Verlierer des Versailler Vertrag:

Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Bulgarien, Osmanisches Reich

- von Verhandlungen ausgeschlossen

- Änderungsanträge, aber keine Änderung der Beschlüsse möglich

 

Sieger des Versailler Vertrag:

- Frankreich (territoriale, militärische Schwächung)

- England (wirtschaftliche Schwächung)

- Amerika („14-Punkte Plan“, u.a. Selbstbestimmungsrecht der Völker)

 

Weimarer Reichsverfassung

Verfassungsgrundsätze:

-Gewaltenteilung

-Bundesstaatlichkeit (s. Reichsrat- suspensives Veto, Dominanz Preußens)

-Volkssouveränität

-Grundrechte

 

 

Reichstag

Reichsregierung

Reichspräsident

Volk

-Volkswahl auf 4 Jahre

-keine Sperrklausel

-Gesetzgebung

-Budgetkontrolle

-Kontrolle der Regierung (einfaches Misstrauen)

-Außerkraftsetzung der Beschlüsse des Reichspräsidenten (Artikel 48)

-Exekutive

-Kanzler mit Richt-
linienkompetenz

-vom Vertrauen des Reichstages abhängig

 

-Exekutive

-Direktwahl durch das Volk auf 7 Jahre

-Erlass von Notverordungen mit Außerkraftsetzung der Grundrechte (Artikel 48)

-Ernennung und Entlassung von Kanzlern und Ministern

-Recht auf Auflösung des Reichstages

-Wahl zum Reichstag

-Frauenwahlrecht

-Volksbegehren/ Volksentscheid

-Grundrechte (jedoch nach Artikel 48 einschränkbar

 

 

 

 

Die Weimarer Verfassung als Mischverfassung:

 

    => Parlamentarische Demokratie, präsidiale Demokratie Starke Stellung des Reichspräsidenten („Ersatzkaiser“)
      Oberbefehl Militär Ernennung + Entlassung von Reichskanzler und Reichsregierung Notverordnungsrecht (Art. 48) (Aufhebung durch Reichstagsbeschluss) Auflösung des Reichstags (Art. 25)
    Föderalismus: Reichsrat als Ländervertretung (Einspruchsrecht), aber stärkerer Zentralismus/Unitanismus Gewaltenteilung, unabhängige Justiz

Weimarer Verfassung - Die demokratischste Verfassung dieser Zeit

    Direktwahl des Reichspräsidenten Allgemeines, Gleiches Wahlrecht (auch Frauen) Verhältniswahl Plebiszitäre Demokratie (Volksentscheide, Volksbegehren, Gesetzesinitiative)

Strukturdefekte der Weimarer Republik:

=> Zwangsläufiges Scheitern (?)
„Ersatzkaiser“, zu große Machtfülle Ungenauigkeit der Verfassung (Art. 25 und 48) Verhältniswahlrecht

=> Zersplitterung des Parlaments, Problematische Mehrheitsbildung Doppelte Abhängigkeit der Reichsregierung: Von Parlament und Präsident Widersprüche in der Struktur, keine exakte Klarheit Destruktives Misstrauensvotum Zu viel Demokratie für diese Zeit

=>obrigkeitsstaatliche Prägung, Überforderung

 

Schwachstellen der Weimarer Republik:

-Stellung des Reichspräsidenten als „Ersatzkaiser“

- Oberbefehl über Reichswehr

- Ernennung der Regierung -> RT verweigert Regierung Mehrheit bei Gesetzesentwurf

->Durchsetzen der Gesetzesentwürfe durch Reichspräsidenten mit Hilfe der Notverordnungen

(Artikel 48) -> Reichstag setzt Notverordnung außer Kraft (48) -> Auflösung des Reichstages

durch den Reichspräsidenten -> Reichspräsident regiert ohne parlamentarische Kontrolle

- Grundrechte nicht unveräußerlich (Art. 48)

- einfaches Misstrauensvotum

- keine Sperrklausel

- mangelndes demokratisches Bewusstsein der dt. Bevölkerung (s. Untertanenmentalität)

- keine Möglichkeit des Verbots verfassungsfeindlicher Parteien

--> Weimarer Reichsverfassung ohne wehrhaften Charakter

 

Krisen der Weimarer Republik

Alte Eliten:

-Putschversuche (Kapp-Lüttwitz-Putsch, Militärputsch, gescheitert)

-Justiz (auf dem Rechten Auge blind)

-Staat im Staate (Militär) (Ebert-Gröner-Pakt)

 

Wirtschaftskrisen:

a) Hyperinflation 1923:

- Ursachen und Folgen der Hyperinflation

ab 1914: schleichende INFL --> 1918: galoppierende INFL --> Ruhrkampf

-Umstellung der dt. Wirtschaft auf Krieg

-Auflösung der gesetzlichen Noteinlösungspflicht 1914

(Deckung von Geld mit Gold)

-Sozialleistungen

-Versailler Vertrag

-Erhöhung des Papiergeld Umlaufs

-hohe Staatsschulden durch Kriegsanleihen

-Besetzung des Ruhrgebiets durch frz. Truppen wegen Ausständen bei den dt Reparationenzahlungen

-Produktionsausfall, Versorgung der Streikenden

 

- Auswirkungen:

-Proletarisierung großer Teile des bürgerlichen Mittelstandes

-Lohn=wertloses Papiergeld

-Entwertung der Ersparnisse und Schuldverschreibungen

Bereicherungen von Großindustriellen und Spekulanten

-Entschuldung des Staates ggü Inlandgläubigern

-Neuregelung der Reparationszahlungen (Dawes-Plan 1924)

 

=> Radikaler Rechtsdruck im => Wiederherstellung des Vertrauens durch Währungsreform

im Bürgertum im November 1923 (1 Billion Mark = 1 Rentenmark)

 

Die Deutschlandpolitik der Siegermächte

USA, Großbritannien:

    Maßvoll verhalten, nicht vernichten um einen Drang nach Vergeltung zu unterbinden Angemessener Frieden Angst vor sozialistischen/nationalistischen Massenbewegungen in Deutschland

Frankreich:

      Gerechtigkeit für Frankreich: Vergeltung für 1871 Harter Frieden um Deutschland Nachhaltig zu schwächen

=> Schutz vor weiterem Angriff

Der Versailler Vertrag 1919

    Paragraph 231: Alleinschuld Deutschlands

I. Militärische Einschränkungen (gesteigertes Sicherheitsbedürfnis)

      100000 Mann starkes Heer (15000 Marinesoldaten) Auslieferung von Kriegsmaterial, keine allgemeine Wehrpflicht Verbot von Panzern, Luftwaffe, schwere Waffen

=>reine Verteidigungsarmee Entmilitarisierung des Rheinlandes (Pfand und Sicherheitszone) Besetzung des linken Rheinufers

II. Gebietsabtretungen

      Elsass-Lothringen Nord-Schlesien, Eupen-Malmedy Posen + Westpreußen + Oberschlesien Alle Kolonien (

=>Ende der Weltmachtspolitik) Saarland Danzig Unabhängigkeit Österreichs

=> Nichtbeachtung des Selbstbestimmungsrechts der Völker => Deutsche Schwächung/Lebensfähigkeit Polens als Schutzschild gegen den Bolschewismus => Cordon sanitär, Deutschland ist in der Zange

III. Reparationen

      269 Mrd. Goldmark

=> Schwächung Deutschlands, Sachentschädigung, Demütigung Ultimatum

IV: Auslieferung von Kriegsverbrechern (Wilhelm II.)

    Völkerbund Neuordnung Osteuropas Verbot der Vereinigung Ö+D

=> Diktatfriede, Demütigung Deutschlands, „Knechtschaft, Versklavung“ Deutschlands durch Frankreich

 

Spaltung der Parteien und Politiker durch den Versailler Vertrag

 

Unterzeichnung unter Vorbehalt, Alternativlosigkeit (keine Zustimmung)

Fortsetzung des Kampfes, Ablehnung des Vertrags

  • USPD (schnelles Voranschreiten der Weltrevolution durch Massenbewegung gegen den Vertrag)

  • SPD (Übernahme von Verantwortung
    => neue Volksgemeinschaft/Ordnung für alle Völker)

  • Zentrum (Unrecht-Friede, aber Möglichkeit des Wiederaufbaus, Vertrag ist nicht durchführbar, zu viel für Deutschland)

  • Annahme: Schuld am Krieg sind Imperialismus und Kapitalismus

  • Volk Leid und Hunger ersparen

  • Beendigung des Krieges

=> Frieden um jeden Preis

  • DDP (Volkswille => Ablehnung des Vertrags)

  • DVP (Dolchstoßlegende, Verrat der linken Kräfte an der Armee, dem Volk, Machtlosigkeit nach Unterzeichnung, Völkerbund als Unterdrückungsinstrument)

  • DNVP (Militarismus, akzeptieren die geforderte Abschaffung der Wehrpflicht nicht, Volkserziehung, Ablehnung => Leid ertragen um kommende Generationen zu schützen)

=> Fortsetzung der imperialistischen

Weltpolitik

 

Demokratie unter Druck

Linke Gefahr: Spartakus

    Zerschmetterung der Parlamentarischen Demokratie durch die Faust des Proletariats (Weltrevolution) Gewalt als Mittel für zukünftiges Heil, Erlösung durch das Neue Verrat durch die SPD

=> keine Lösung für die Zukunft

 

Rechte Gefahr: Reaktion

    Kaiserreich als Vaterland Weltmachtpolitik, Flotte „starker Mann“ Imp. Politik Dolchstoßlegende, Verrat der Sozialisten Juden als „Sündenböcke“, „jüdischer Sozialismus“, Juden sind undeutsch, Antisemitismus Ruhmreiche Erlösung in der Zukunft Unfreiheit, Versklavung durch Versailles

=> keine Zukunftsvisionen, oberflächlich, plakativ

=> Republik ohne Republikaner

Nachkriegszeit und Orientierungslosigkeit

Westorientierung: USA,F,GB

parlamentarische Demokratie

freie Marktwirtschaft, Welthandel

Freiheit, Souveränität, Pluralismus

 

Deutschland: Isolation

 

<------Westorientierung?

Ostorientierung? -------->

 

Durch wirtschaftliche Stärke elementare Bedeutung für beide Seiten

Keine Festlegung in eine Richtung, Gefahr eines erneuten Krieges

Ostorientierung: Sowjetunion

 

Bolschewismus

Proletarische Weltrevolution

Terror, KPD-Diktatur

 

(Sowjetunion als guter Partner, da sie ebenfalls von den anderen Staaten isoliert wurde)

 

Vertrag von Rapallo 1922

    Erlass der Reparationszahlungen an Russland Ausbildung der Reichswehr an schweren Waffen in Russland (Geheimes Zusatzprotokoll) Wirtschaftliche Zusammenarbeit (niedrige Zölle bei Export nach Russland)

=> Orientierung zum Osten

Krisenjahr 1923




Wirtschaftliche Krise:

    Londoner Ultimatum: Festsetzung der Kriegsschuld auf 132 Milliarden Goldmark, Rückstand der Warenlieferung

=> „Ruhrkampf“, Besetzung des Ruhrgebiets durch alliierte Truppen (Pfand), passiver Widerstand in besetzten Gebieten, Generalsstreik

      Hyperinflation: Durch Rückzahlung der Kriegskredite, der Kriegsfolgekosten werden 496 Trillionen Reichsmark in Umlauf gebracht (Gewinner: Staat durch Schuldentlastung, Immobilien- und Sachwertbesitzer, Bauern
      Verlierer: Sparer, Lohnempfänger und Rentner) Ziel der Inflationspolitik: Inflation um im Rahmen der Erfüllungspolitik die Unerfüllbarkeit der Reparationszahlung deutlich werden zu lassen Währungsreform: 1 Billionen= 1 Rentenmark, Begrenzung der Geldmenge, Deckung durch Sachwerte

=> Stabilisierung, Grundlage für Aufschwung Proletarisierung des „Mittelstandes“

=>Angst, Radikalisierung des Wahlverhaltens, Abwendung von Demokratie und demokratischen Parteien

=> Angst vor der Zukunft, Zorn auf die Siegermächte, insbesondere Frankreich

 

Politische Krise:

    Reichskanzler Gustav Stresemann (DVP), Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) Große Koalition August – November 1923 (Zentrum, SPD, DDP, DVP) „Beendigung des Ruhrkampfes“

=> Innere Unruhen

      27.9.1923: Ausnahmezustand wird ausgerufen, nachdem die bayerische Regierung diesen erklärte, um eine Diktatur aufzubauen (rechtskonservatives Triumvirat)

=>„Marsch auf Berlin“ nach Vorbild Mussolinis „Marsch auf Rom“, Chef der Heeresleitung verhindert ein militärisches Vorgehen gegen Bayern („Reichswehr schießt nicht auf Reichswehr“) 13.10.1923: Das erste Reichsermächtigungsgesetz tritt in Kraft

Roter Oktober:

      Von Sowjetunion unterstützte Umsturzversuch von der KPD
      Thüringen: legitime(!) Volksfrontregierung (Zusammenschluss der KPD und SPD), Aufstellung der „Proletarische Hundertschaften“(Bewaffnete Kampftruppe) (50000-60000 Mann)
      Motive der SPD: Überwindung der Feindschaft der beiden Arbeiterparteien, Schutz vor dem „Marsch auf Berlin“ durch Proletarische Hundertschaften, nehmen revolutionäre Absichten nicht Wahr In Hamburg kommt es zum Aufstand der KPD, er wird schnell Niedergeschlagen

=> Vollständige Zerstörung des Verhältnisses SPD + KPD „Proletarische Hundertschaften“ verstoßen gegen den Versailler Vertrag, Ebert und Stresemann dulden keine Kommunisten in Staatsämtern

=> militärisches Vorgehen gegen Sachsen und Thüringen, kommunistische Minister werden entlassen/treten zurück, Proletarische Hundertschaften aufgelöst

=> „Die Reichswehr ist auf dem rechten Auge blind“

Brauner November:

      Hitler-Ludendorff-Putsch in Bayern Hitler und Ludendorff als SA-Leiter Hitler hat bereits den Ruf als „Galionsfigur“ der völkischen Bewegung Will das Triumvirat am 8.11.1923 für sich gewinnen und sie für seine Idee, der „nationalen Revolution“ begeistern

=> lässt das Lokal in dem eine Sitzung abgehalten wird von SA umstellen und unterbreitet der Versammlung seine Idee, beschwört das Triumvirat zur Hilfe bei seinem „Marsch auf Berlin“ am nächsten Morgen

=> Der Putsch scheint erfolgreich zu sein, Publikum applaudiert, Triumvirat trifft Maßnahmen zur Vereitelung des Putsches Demonstrationsmarsch der SA durch München, wird von Polizei gestoppt

=>Feuergefecht Hitler entkommt zu einem Freund, wird später festgenommen und inhaftiert

Rheinseparatismus:

    Teile Westdeutschlands wollen sich vom Reich abspalten (Autonome Pfalz, Rheinische Republik) Entkommen vor dem Versailler Vertrag, Satellitenstaaten Frankreichs Regierung ist Machtlos => Entmilitarisierte Zone Scheitern aufgrund von Widerstand im Volk, Ablehnung des Separatismus durch die USA und GB

Locarnoverträge 1925

    Aristide Briand + Gustav Stresemann

Rheinpakt

      Festschreibung der dt. Westgrenze

=> Kein Vordringen Frankreichs bis zum Rheinufer Endgültige Abtretung von Elsass-Lothringen

=> Zugeständnis an Frankreich GB, Italien, Belgien als Garantiemächte

=> gemeinsames Vorgehen gegen Bruch des Vertrages

=> Europäische Friedensordnung, Sicherheit, kein erneuter Ruhrkampf

=> Empfindung des Volkes: Schmähung, zweites Versailles

    Frieden, Verständigung, „europäischer Geist“ (Einheit), Zusammenarbeit, Versöhnung, Vertrauen

Schiedsabkommen

    kein „Ostlocarno“ Gewaltverzicht: keine gewaltsame Änderung der Ostgrenze (Polen, Tschechien)

=> Völkerbund als neutrale, supranationale Instanz, Deutschland auf dem Weg zur Gleichberechtigung

    Völkerbund als Möglichkeit zum Anbringen ungelöster Fragen des Krieges

=> Orientierung zum Westen

 

 

Briands Europakonzept:

      europäische Solidarität

=> wirtschaftlicher Fortschritt Schaffung eines europäischen Binnenmarktes

=> Stabilität

=> Freundschaft, Vertrauen, Zusammenarbeit Europa als größere Einheitlichkeit:

      politische Grundlage für wirtschaftliche Weiterentwicklung Frieden als Vorraussetzung dass jedes europäische Land wieder erstarkt

 

Stresemanns Europakonzept:

      System der europäischen Nationalstaaten ist überholt

=> Zukunft liegt im Handel, europäischer Binnenmarkt

=> Währungen, Zölle Europa in Konkurrenz zu anderen Erdteilen (USA!) Wiedererstarken Deutschlands

=> Europa als Instrument, Aber: Stark werden als Teil von Europa Stresemann als Patriot, kein Nationalist

Weltwirtschaftskrise 1929

Auslöser:

      Aktienspekulation in den USA

=> Sehr große Nachfrage an Aktien an der Börse, da ein großer Teil der Bevölkerung es sich während der Hochkonjunktur nach dem zweiten Weltkrieg leisten konnte, Wertpapiere zu kaufen (Hoffnung auf schnellen Reichtum) Kurswert der Aktie entspricht durch die hohe Nachfrage nicht mehr dem tatsächlichen Wert des Betriebes Überproduktion

=> keine Nachfrage

Folgen der Weltwirtschaftskrise

    Verzögerte Weltwirtschaftskrise in Deutschland: 1932 Massenarbeitslosigkeit, Rückgang der Nachfrage, Massenarmut Sinkendes BIP Sinkende Steuereinnahmen bei steigenden Sozialausgaben Anhaltende Belastung durch Reparationszahlungen und Kredite der USA

=> Deutschland am stärksten Betroffen, Rückgang der Industrieproduktion auf 50%

=> Innenpolitische Radikalisierung

Handlungsmöglichkeiten:

1. Ausgabenkürzungen:

    Lohn-/Gehaltkürzungen Steuererhöhungen Staatsnachfrage senken

2. Inflationspolitik

    Nachfrage schaffen (Staat) Zukunftsinvestitionen (Staatsverschuldung, Kredite, Rückzahlung nach Wirtschaftswachstum)

Lösungsansätze: Sozialismus / Nationalsozialismus

Die Präsidialkabinette und ihre Notverordnungspolitik

Reichstagswahl 1928 --> „große Koalition“ (SPD;Z;DDP;DNVP;BVP)

--> vorgezogene Neuwahlen wegen Bruch der Koalition (Frage nach Erhöhung der Arbeitslosenversicherung

Reichstagswahl 1930:

-Radikalisierung der Wählerschaft

-Verlust regierungsfähiger Mehrheiten

--> Präsidialregierungen 1930-1933


Notverordnungen:

-Regierung bringt umstrittene Gesetzesvorlage im Reichstag ein => Reichstag lehnt Gesetzesvorlage ab

- RP erlässt auf Wunsch der Regierung die Vorlage als Notverordnung

- Reichstag verlangt gemäß Art.54 die Aufhebung der Notverordnung

- RP löst nach Art.25 den RT auf, setzt Notverordnung durch und regiert bis zur Neuwahl (60 Tage) unkontrolliert

=> Notverordnungspolitik markiert das Ende der Weimarer Republik

 

Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik:

-Weimarer Reichsverfassung (s.o.); Parteien

-Alte Eliten

-Gesellschaft (nicht demokratisch vorbereitet, Untertanenmentalität)

- Versailler Vertrag (arbeitslose Soldaten, Reparationen)

- Wirtschaftliche Probleme (WWK; Renten, Arbeitslosigkeit, Sozial-/Invalidenhilfe

 

Die Endphase der Weimarer Republik

      Reichspräsident: Paul von Hindenburg Ab 1927: Schwierige Mehrheitsfindung Berufung auf Art. 48 RV + Art. 25 RV

=> Auflösung des Reichstages, Ermächtigungsgesetz über Reichskanzler Aber: Erhaltung der Republik, Verfassungstreue

=> Rücktritt der Großen Koalition 1930 => Zeit der Präsidialkabinette, Herrschaft der konservativen Eliten: autoritärer Staat, „Konservative Revolution“ => Antiparlamentarisch, antirepublikanisch, antimarxistisch, antipluralistisch, antiamerikanisch

Die Präsidialkabinette

1. Präsidialkabinett (1930 - 1932) Reichskanzler: Brüning

    Löhne, Sozialleistungen kürzen, Sparpolitik, Steuererhöhungen Ziel: Senkung/Aufhebung der Reparationszahlungen: Hoovermoratorium => Aufschub der Reparationen Verfassungstreue Festhalten an der Demokratie Notverordnungen d. Reichspräsident => Reichstag blockiert die Gesetze => Wird nach Art. 25 aufgelöst Wahlen: NSDAP-Stimmenanstieg von 2,6% => 18,3% Harzburger Front: (DNVP, Stahlhelm, NSDAP) Vorbereitung auf Umsturz => Bürgerkrieg auf den Straßen SA/Rotfront Verbot der SA

2. Präsidialkabinett (1932) Reichskanzler: Von Papen

    Beteiligung der NSDAP, „Zähmung und Abnutzung“ Aufhebung des Verbots der SA Preußenschlag: Absetzung der demokratischen Regierung (SPD) in Preußen => Machtdemonstration

=> RT-Wahlen: NSDAP 37%

    Vorschlag des „Reichschlags“

3. Präsidialkabinett (Ende 1932) Reichskanzler: Schleicher

      Selbstdarstellung als „Sozialer General“ Schaffung von Arbeitsplätzen Hoffte auf Bündnis mit den Gewerkschaften und dem linken Flügel der NSDAP
      =>dieser Folgt jedoch weiterhin der Parteilinie, „Querfront“ ist gescheitert Ausspruch einflussreicher dt. Industrieller und Unternehmer für Hitler Rücktritt Schleichers, Ernennung von Hitler zum Reichskanzler Hoffnung von Papens: „Zähmung und Abnutzung“ Hitlers

Das Ende der Weimarer Republik - Machtergreifung Hitlers

      Hitler mobilisiert die Massen, die Elite beugt sich 1933: Beginn des Terrors gegen politische Gegner (KPD) Reichstagsbrandschutzverordnung: Aufhebung vieler Grundrechte (Versammlungs-, Presse-, Meinungsfreiheit, Fernmeldegeheimnis, willkürliche Verhaftungen...) Aber: Inkraftbleiben der Weimarer Reichsverfassung => Gesetz des Dritten Reichs (Art 48 WRV) Reichstagswahl: Parlamentarische Mehrheit für NSDAP + DNVP, aber keine 2/3 - Mehrheit => illegaler Parlamentsausschluss von KPD- und einigen SPD Abgeordneten Verabschiedung des Ermächtigungsgesetz => Gesetzesinitiative der Regierung vom Reichstag unabhängig, selbst Verfassungsänderungen und außenpolitische Verträge (Versailles!) => Selbstentmachtung des Reichstags, Aber: Parlamentarismus für 4 Jahre, parlamentarische Demokratie der Form nach Selbstauflösung der bürgerlichen Parteien Erklärung der SPD/KPD zu „Feinden des Reiches“ => Parteiverbot NSDAP = Wille des Volkes Gleichschaltung/Zentralisierung: Ausrichtung aller Lebensbereiche auf den Nationalsozialismus

=> Weltanschauliche Schulung Ersetzung der Gewerkschaften durch die DAF (Deutsche Arbeitsfront, Zusammenschluss der Arbeitgeber und -nehmer, KdF-Programm, „Schönheit der Arbeit“) => Vermeidung von inneren gesell. Spannungen 1934: Führerdiktatur => „Führer und Reichskanzler“, Ersatzmonarch

=> Verführung/Gewalt

Zusammenbruch der Weimarer Republik?

    Strukturdefekte, von Anfang an keine Lebensfähigkeit Versailles Reparationen => Krise => Radikalisierung

Scheitern der Weimarer Republik?

    Ein Fehler/Fehlentwicklung führt zum Ende Lebensfähigkeit, aber eine Reihe von Fehlentscheidungen Radikalisierung durch Wirtschaftskrisen Nach unklaren Mehrheitsverhältnissen im Reichstag => Präsidialkabinette Unterschätzung von Hitler als Präsidialkabinettsleiter

Zerstörung?

    aktive Rolle der antiparlamentarischen Parteien

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