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Name:
Thomas Beier, 2014
Martin Wall, 2016-06

 

Napoleon Bonaparte (Kaiser Napoleon I.)

* 15. August 1769 Ajaccio
† 5. Mai 1821 in Longwood House auf St. Helena im Südatlantik

 

Napoleon – Bonapartismus

Vom General zum Kaiser – „Starker Mann“ – Kaiser der Franzosen => Einigkeit, Nationalismus

 

Legitimation durch:

  • polit. + milit. Fähigkeiten (Erfolge => Volksheld) (Parallele zu römischem System)
  • Begeisterung der Massen
  • Ausrichtung auf das Volk/Nation
  • Absolute Macht als Kaiser
  • Einsatz für Ausbreitung der Werte der Revolution, des allgemeinen Willens
  • Rechtsgleichheit und persönliche Freiheit bleiben erhalten
  • Versage des Direktoriums (Staatskrise, Krieg, Finanzkrise)

Napoleon annektiert das linksrheinische, ehemals deutsche Gebiet und schließt Friedensverträge mit den besiegten Koalitionspartnern.

 

Napoleon – Vollender oder Vollstrecker der Revolution ?

 

Vollender

-Rechtsgleichheit

Vollstrecker

-gründet eine neue Monarchie

-Eigentumsverfassung

-Scheinparlamentarismus

-politische und bürgerliche Freiheit

-administrative Zentralisierung

-Gründung von Bildungsinstitutionen

-Polizeistaat

-fordert Versöhnung der Franzosen

 

-administrative Zentralisierung

 

-keine Abgaben und Auflagen außerhalb der Grenzen

des Gesetzes

 

 

Napoleons Vorherrschaft über Europa 1804-1812

1801: Eroberung des linken Rheinbundes => Ausbau der Vormachtstellung in Europa

1803: Entschädigung der deutschen Fürsten im Reichsdeputationshauptschluss

1806: Ende des „heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“

-Zusammenschluss mittelgroßer deutscher Territorien (Bayern, Sachsen, Württemberg…)

zum unter napoleonischer Führung stehenden „Rheinbund“ (inkl. seiner Reformen);

-Säkularisierung (Auflösung geistlicher Besitztümer)

-Mediatisierung (Auflösung von freien Reichsstädten, Herzogtümern, Grafschaften)

 

 

Napoleon als Fluch

- Hass unter den Völkern ggü. Franzosen, da zu

hohe Steuern und Kriegsbeiträge und dem

ständigen Durchmarsch von Militärs

- Heerfolge; Unterhalt für Soldaten

- Frankreich als Besatzer (Souveränitätsverlust)

- Gebietsabtretungen (linksrheinische Gebiete)

- Zwangsenteignungen der Kirchenbesitztümer

- Kontinentalsperre gegen England schränkt

Handel in Deutschland ein

 

Napoleon als Segen

- Verfassung für Königtümer

- Aufhebung der Leibeigenschaft

- Einführung des Code Civil und einer öffentl.

Rechtsprechung

- Kampf für Freiheit, Gleichheit, Wohlstand

- Überwindung der Kleinstaaterei

 

 

Französische Hegemonie über Europa

1803:

  • Reichstag zu Regensburg verabschiedet den Reichsdeputationshauptschluss  Neuordnung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation: Die Fürsten, die linksrheinische Ländereien verloren haben, sollen entschädigt werden
  • Mediatisierung: Kaiser verliert durch den Reichsdeputationshauptschluss zuvor reichsunmittelbare Gebiete (direkt dem Kaiser unterstellt) an Fürsten (Entschädigung)
  • Säkularisation: Geistliche Fürstentümer werden als Entschädigung für linksrheinische Verluste eingezogen

 

1806:

  • Gründung des Rheinbunds aus frz. Initiative (=> milit. Unterlegenheit, keine Wahl): Militärbündnis der deutschen Fürstentümer mit Frankreich nach Austritt aus dem Hl. Röm. Reich Dt. Nation (Verrat am Kaiser)
  • Franz II. legt die Krone nieder => Ende der Hl. Röm. Reiches Dt. Nat. (800-1806)

 

Folgen für die Rheinbundstaaten

Innere Reformen

  • Folgen dem frz. Prinzip => zentrale Verwaltung der Staaten, effiziente Verwaltungseinheiten (Ministerien)
  • Stärkung des Bauernstandes (Aufstiegschancen durch Leistungsprinzip), Staatsbürgerliche Gleichheit (Rechtsgleichheit)
  • Trotz fehlender Volkssouveränität Zugeständnisse von persönlicher Freiheit, Verfassungsstaat => Liberalismus

=> Stärkung der neuen Staaten, Zugeständnisse um die Menschen an die deutschen Monarchen zu binden, abgeleitete Volkssouveränität, Reform statt Revolution, Erziehung zu Staatsbürgern die bereit sind, sich für Recht und Freiheit ihres Vaterlands und dessen Unabhängigkeit

 

Geistige Erneuerung => Deutscher Nationalismus

Gem. Sprache, Kultur, Literatur, Geschichte

=> Deutsches Volk ist genau eine Nation, kein Verbund aus vielen Ländern

  • Gemeinsamer Feind dieser Nation: Fremdherrschaft Napoleons, dt. Monarchen
  • Minderwertigkeitsgefühl: Reichsmythos, Vormacht über Europa/die Welt, „Volk der Dichter und Denker“

=> Forderung zum Zusammenwachsen zu einem Staat

 

Reorganisation des Preußischen Staates

Reformen

 

Ausgangslage

Land: -unmündige und Leibeigene

Bauern

Reformen in Preußen

- Erwerb von Landeigentum durch Kauf und Landabgabe

- Aufhebung der Leibeigenschaft
(von Stein, von Hardenberg)

Stadt: -bevormundete Städtebürger

- Städtische Selbstverwaltung

- Aufhebung des Zunftzwangs
(von Stein)

Militär: - viele unfähige Offiziere

- geschundene Soldaten

- Aufhebung des Adelprivilegs für Offiziersstellen

- Verbot körperlicher Züchtigung

- Aufbau einer (verdeckten) allgemeinen Wehrpflicht (von Scharnhorst)

Juden: - verminderte Rechte

- Diskriminierung

- Judenemanzipation („gleiche Rechte - gleiche Pflichten“) (von Hardenberg)

 

Zur erfolgreichen Umsetzung der Reformen, bedurfte es der Überwindung des Untertanenstaates zugunsten eines loyalen, selbstständig denkenden und verantwortungsbewussten Staatsbürgers. (Bildungsreform nach Wilhelm von Humboldt)

 

Stein – Hardenbergsche Reformen

Militär:

  • Leistungsprinzip
  • Allgm. Wehrpflicht (Zusammengehörigkeitsgefühl)
  • Nationalstolz => Motivation

 

Staat:

  • Städteordnung (Selbstverwaltung)
  • Zentrale Verwaltung
  • Verfassungsstaat

 

Bildung:

  • Uni – Berlin (Leistungsprinzip)
  • Humanistische Gymnasien
    => Erziehung, Bildung zum selbstverantwortlichen Bürger

 

Hardenberg, Preuß. Außenminister 12.9.1807

Reform statt Revolution: Der Zeitgeist (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) verlangt eine Modernisierung, Demokratie wird nur als notwendiges Mittel zum Zweck gesehen, um eine Revolution und damit eine „reine“ Demokratie zu verhindern und wieder zu alter Stärke zu kommen => durch Effizienz

  • demokratische Monarchie, demokratische Prinzipien statt Willkür der Verwaltung
  • Liberalismus
  • Leistungsprinzip
  • Stärkung des Bauernstands
  • Loyalität schaffen

Preußen als „Phoenix“ => Rückkehr zur Großmachtstellung

Loyalität => Gemeinschaft => Motivation für Leistung

 

Der Nationalismus 1813 + Befreiungskriege

=> Kampf als Heldentat

Schandtaten der Franzosen, Hass, Befreiung von frz. Fremdherrschaft

Kampf des Volkes zur Verteidigung der eigenen Sitten, Geschichte, Werten (Eigentümlichkeit bewahren, Angst vor Kulturverlust) => Abwehrhaltung

Deutschland als geistiger Mittelpunkt (der chr. Kirche, der neuen Geschichte, Europas) --> Überheblichkeit?

ABER: Emanzipierter Nationalismus (Nationalismus mit Respekt, Solidarität mit Nachbarstaaten)! (siehe Völkerfrühling)


Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress 1815

Durch die Monarchen, Großmächte (Peutarchie Ö+Ru+GB+Pr+Fr), unter Ausschluss des Volkes

 

Friedenssicherung durch:

Mächtegleichgewicht:

  • Peutarchie
  • Kein Kaisertum in Deutschland, kein Reich, sondern „Deutscher Bund“

Solidarität:

  • Abwehr der Volkssouveränität, Aufrechterhaltung des Gottesgnadentum
  • => Pr + Ö+ Ru = Heilige Allianz

Legitimität:

  • Herrschaft der alten Dynastien, Erbrecht (Einsetzung eines Bourbonenkönig in Frankreich)

Spannungsfeld:

 Wiener Kongress 1815 - Spannungsfeld bei der Neuordnung Europas

 

Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress

1814/1815: Nach der Niederlage Frankreichs verhandelten die europ. Großmächte in Wien über die Zukunft Europas. Ihre Verhandlungen waren von 3 Prinzipien geprägt:

 

Restauration: Wiederherstellung der politischen Zustände von vor der frz. Revolution

(territoriales Mächtegleichgewicht aus GB, R, Ö, Pr, F --> Pentarchie

Legalität: Wiederherstellung der Monarchien als legitime und Gottgegebene Herrschaft

Solidarität: gegenseitige Unterstützung der Monarchen (R, Ö, P)

--> „heilige Allianz gegen revolutionäre Kräfte“

 

1815: Gründung des Deutschen Bundes (s. Deutsche Bundesakte 1815):

- loser Bund von 35 Fürsten und 4 freien Reichsstädten (v.a. Verteidigungsbund)

- innenpolitische Souveränität der Gliedstaaten

Kritik:

- Mitglieder sind auch nichtdeutsche Fürsten (z.B. König von Dänemark für Holstein)

- Preußen und Österreich nur mit Teil ihres Gebiets im Deutschen Bund

- Bundesversammlung aus Delegierten (kein Parlament)

- Art. 13: Option zum Konstitutionalismus in den Bundesstaat

Fazit:

- Wiederherstellung des europäischen Gleichgewichts und Sicherung eines dauerhaften Friedens

- Nationale und Liberale Hoffnungen wurden enttäuscht (Nationalstaat; Individualismus,

Freiheitsrechte, politische Partizipation, Rechtsstaatlichkeit (keine Willkür), Konstitutionalismus)

 

 

Zwischen Aktion und Reaktion: Die Burschenschaften und Karlsbader Beschlüsse

 

Aktion ("Junges Deutschland"):

1815: Gründung von Burschenschaften/Turnvereinen (Professoren, Studenten)

-ähneln politischen Vereinigungen (erste Formen von Parteien zur Meinungsbildung und Äußerung

1817: Wartburgfest

-500 Teilnehmer (Studenten/Professoren)

-Formulierung der Forderungen (Freiheit, Gleichheit, Verfassung, Rechte)

1818: Gründung der allgemeinen deutschen Burschenschaft

1819: Ermordung Kotzebues (Literat, welcher Absolutismus glorifizierte) --> Radikalisierung

 

Reaktion („Heilige Allianz“):

1819: Karlsbader Beschlüsse:

-Kontrolle der Universitäten

-Verbot der Burschenschaften

-Pressezensur

-Verhaftung/Bespitzelung

 

Wirkung: Rückzug des Bürgertums ins Private, aber: Konflikt ist latent vorhanden und wird von Radikalen aus dem Untergrund weiter befeuert.

 

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