Name: Luke Gaß, 2022-01
Aaron Weis, 2022-01

 

Das chemische Gleichgewicht am Korallenriff:

Bei Korallen handelt es sich, anders als fälschlicherweise oft behauptet wird, um eine Gattung der Nesseltiere - nicht um Pflanzen. Diese kleinen Lebewesen leben in warmen, flachen Gewässern in tropischen Regionen und umgeben sich mit Exoskeletten aus Calciumcarbonat (CaCO3), die ihnen Schutz und Stabilität verleihen - ähnlich wie Muschelschalen oder Schneckenhäusern auch.

Dabei liegt zwischen den im Meerwasser gelösten Ionen und dem festen CaCO3 ein Lösungsgleichgewicht vor: 

CaCO3 (s) ⇌ Ca2+ (aq) + (CO3)2- (aq)

... mit einem Löslichkeitsprodukt Kvon: 

KL(CaCO3) = [Ca2+] ⋅ [(CO3)2-] = 4,7 ⋅ 10-9 mol2/l2 

Damit also das Calciumcarbonat fest wird und die Koralle wachsen kann, muss das Produkt der beiden vorliegenden Konzentrationen von Ca2+ und (CO3)2- größer als KL. 

Der Einfluss des Menschen auf das Korallenriff:

Der Mensch hat jedoch in den vergangenen Jahrhunderten zunehmend CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen und sorgt so für den Verfall vieler Korallenriffe. Denn das Kohlenstoffdioxid löst sich in den Meeren und H2CO3 entsteht. Als logische Konsequenz sinken pH-Wert, die Konzentration an Carbonat-Ionen und KL verschiebt sich in Richtung "rechts". Die Exoskelette der Korallen zerfallen.

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