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Name: Felix Günther

Geschichte der Evolutionsforschung und des Evolutionsgedankens 

Nach Schätzung von Biologen leben heute etwa 1,5 Mio. Tierarten und 400 000 Pflanzenarten auf dem Planeten Erde. Die Frage nach der Herkunft und Entstehung dieser unglaublichen Anzahl an Lebewesen beschäftigt schon seit jeher die Menschheit.

Bereits in der Antike sind Versuche zur Klärung dieser Fragestellung vorzufinden, die sich in den Schöpfungslegenden verschiedener Kulturen wiederspiegeln. Vor allem die Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments, die Gott als Schöpfer aller Arten betrachtet, prägte über Jahrhunderte hinweg bis ins Mittelalter das Weltbild der Menschen in Europa. Ebenso erklärte das antike Judentum und der Islam die Entstehung der Lebewesen mit einem durch Gott erfolgten Schöpfungsakt.

Im antiken Griechenland versuchten vor allem Naturphilosophen wie Thales von Milet (um 624-547 v. Chr.) und Aristoteles (384-322 v. Chr.) die Frage nach den Ursprüngen des Lebens zu beantworten. Xenophanes von Kolophon (etwa 570-480 v. Chr.) erklärte die Entstehung des Lebens in der Urschlammtheorie. Demnach sei das Leben in einer Zeit entstanden, in welcher die Welt nur aus Erde und Wasser bestanden habe. Beweise für seine Theorie sah Xenophanes vor allem in Funden von Muscheln und versteinerten Seetieren in Gebirgen im Binnenland. Aristoteles war der Ansicht, dass alle Lebewesen unveränderlich und auf Ewigkeit Bestand hätten. Die Annahme einer veränderlichen Natur und die damit verbundene notwendige Anpassung der Arten an ihre Umwelt, die im Kontrast zur Konstanzlehre Aristoteles' steht, ist aber auch bereits in der Antike vorzufinden. Der römische Dichter und Philosoph Lukrez beispielsweise greift diese Theorie in seinem Werk "De Rerum Natura" im 1.Jahrhundert vor Christus auf.

Im Mittelalter hatte die Schöpfungslehre weiterhin Bestand, wer dieser widersprach, riskierte als Ketzer verurteilt und hingerichtet zu werden. Das mit der Neuzeit einsetzende Zeitalter der Entdeckungen und das in diesem Kontext stehende Auffinden neuer Pflanzen- und Tierarten, schuf aber zunehmend eine Grundlage für die Entwicklung einer Theorie, die die Entwicklung der Arten, im Gegensatz zu der bisher angenommenen Konstanz, fokussierte.  Mit der Erfindung des Mikroskops und der Forschungsarbeit Louis Pasteurs konnte die Theorie einer spontanen Urzeugung der Lebewesen 1860 schließlich widerlegt werden. Pasteur bewies, dass Mikroorganismen in faulem Fleisch von außen in dieses hineingelangt sein mussten.

Bedeutend für die weitere Entwicklung des Evolutionsgedankens war die von Carl von Linné (1707-1778) entwickelte Klassifizierung der Arten im System der binären Nomenklatur. Eine Erfassung des immensen Artenreichtums der Erde und eine Gruppierung der Tier- und Pflanzenarten wurde nun ermöglicht. Darüber hinaus regte Linnés starres Festhalten an der Lehre von der Konstanz der Arten zu wissenschaftlicher Forschungstätigkeit an, die die Basis für eine zunehmende Verbreitung der Annahme einer evolutiven Entwicklung des Lebens schuf.

Georges Cuvier (1769-1832) erklärte mit seiner "Katastrophentheorie" das Aussterben vieler Arten. Ursache für dieses sei eine hypothetische Katastrophe gewesen. Eine Neubesiedlung sei durch die überlebenden Arten erfolgt, wodurch deren Population wieder angestiegen sei.

Bedeutende Vertreter der sich im 18. und 19. Jahrhundert zunehmend festigenden Evolutionstheorie, die eine dynamische Entwicklung des Lebens auf der Erde und die Abstammung aller Lebewesen von einem Urlebewesen in den Fokus rückte, waren Jean-Baptiste de Lamarck (1744–1829), Étienne Geoffroy de Saint-Hilaire (1772–1844), Charles Lyell (1797–1875), Charles Darwin (1809–1882) und Ernst Haeckel (1834–1919). Die Evolutionstheorie fand durch bedeutende Fossilienfunde im 19. Jahrhundert, wie dem Archaeopteryx (Urvogel,1860) und der Planorbis multiformis, einer fossilen Schneckenart aus dem baden-württembergischen Steinheimer Becken, zunehmend wissenschaftliche Bestätigung. Durch die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Forschungsmethoden, wie der Gentechnik, die die Verwandschaftsgrade einzelner Arten und somit deren gemeinsame Abstammung belegte, konnte letztendlich die Evolutionstheorie genetisch bestätigt werden.

Moderne Evolutionstheoretiker, wie der Biologe Ernst Mayer (1904-2005), entwickelten mithilfe der modernen Wissenschaft Darwins Prinzip der Selektion zur synthetischen Evolutionstheorie weiter. Diese ergänzte die von Darwin entwickelte Theorie um neue Erkenntnisse aus den Forschungsgebieten der Populationsbiologie, Genetik, Zoologie, Botanik, und Paläontologie. Bis heute wird die synthetische Theorie der Evolution durch neue Erkenntnisse z.B. aus der genetischen Forschung und auch der verhaltensbiologie erweitert.    

 

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