Namen:
2026-04 Vivien Golnik,
2026-05 Youssef Zaabout
Evolution der Kooperation
Bestimmung der Kooperation:
Ob sich eine Art dazu entwickelt zu kooperieren oder nicht hängt stark davon ab, was effizienter ist. Kann ein Individuum sich alleine besser versorgen als in einer Gruppe, tendiert die Art dazu egoistisches Verhalten zu fördern. Sollte das Individuum in einer Gruppe jedoch bessere Ergebnisse erzielen, neigt die Art, dazu Kooperation zu fördern.
Reziprozität:
In einer gemischten Gesellschaft tendieren egoistische Individuen dazu, kooperative Individuen auszubeuten. Dem wird durch Reziprozität entgegen gewirkt. Bei der Reziprozität handelt es sich um ein Geben und Nehmen. Wenn ein Individuum oft mit einem anderen interagiert, ist es im Interesse beider miteinander zu kooperieren. Wenn eines der beiden Individuen keine Gegenleistung bietet, hört das andere auf ihm zu helfen. Das nennen wir direkte Reziprozität. Es gibt jedoch auch noch den Fall der indirekten Reziprozität, bei der ein Individuum ohne Gegenleistung dem anderen hilft, da es in der Gesellschaft für Ansehen sorgt und es dafür in Zukunft mit besseren Verhalten von anderen belohnt wird.
Fitness Vor- und Nachteile
Definition relative Fitness:
Als relative Fitness bezeichnete Darwin die Fitness eines Individuums, welche nicht direkt anhand der Gesamtanzahl seiner Nachkommen gemessen wird. Er setze stattdessen die Zahl der direkten Nachkommen mit dem durchschnittlichen Fortpflanzungserfolg anderer Individuen in Beziehung. Es handelt sich also im Grunde um eine mathematische Analyse der Fitness.
Definition direkte Fitness:
Die direkte Fitness drückt den Anpassungs- bzw. Adaptationswert einer Art an ihre Umwelt aus. Sie beschreibt neben der relativen Überlebensrate eines Individuums auch die Häufigkeit seines Genotyps im Genpool der jeweiligen Population.
Eine hohe direkte Fitness liegt bei Tieren vor, welche viele Nachkommen haben.
Definition indirekte Fitness
Die indirekte Fitness berücksichtigt auch die Nachfahren der eigenen Nachfahren sowie die der näheren Verwandten.
Fitnessvorteil vom Leben im Rudel:
Ein Vorteil vom Leben im Rudel für die eigene Fitness findet sich zum einen in dem Fall von Nahrungsknappheit. Die weiblichen Tiere können auf die eigene Fortpflanzung verzichten, damit keine zusätzliche Nahrung für weitere Jungtiere beschafft werden muss. Ihre direkte Fitness wird gesenkt, die Gesamtfitness wird dennoch gewahrt, wenn die älteren Tiere ihrer Mutter bei der Aufzucht der jüngeren Geschwister helfen (indirekte Fitness). Ihre Gene bleiben durch die Verwandtschaft und dadurch recht hohe genetische Übereinstimmung indirekt erhalten. Durch die gemeinsame Jungtierzucht kann die Mutter wieder in eine Vergrößerung des Rudels investieren. Das führt zur weiteren Vergrößerung der Gesamtfitness.
Genauso müssen Männchen um ihre Gesamtfitness behalten zu können, bei der Aufzucht helfen. Ihre Gene bleiben dadurch ebenfalls indirekt erhalten.
obwohl sich hauptsächlich nur das Alphamännchen mit dem Alphaweibchen fortpflanzt kann es dennoch vorkommen, dass ein rangniedere Rüden aus dem Rudel sich mit dem Alphaweibchen zu paaren schafft. Dadurch kann er seine direkte Fitness erhalten.
Auch ist eine Entwicklung von einer größeren Anzahl Rudeltiermitglieder praktisch, da die Tiere sowohl in Aufzucht, Fortpflanzung und Nahrungssuche investieren können. Auch können Tiere die Schutzfunktion für die an der Lagerstätte gebliebenen Tiere übernehmen.
Zudem treten bei klaren Rangordnungen und sozialen Strukturen im Rudel, weniger Verletzungen durch Kämpfe um Rang etc. auf. So werden Fitnessverluste dezimiert.
Fitnessnachteile beim Verbleiben im Rudel:
Die immer bestehende Nahrungskonkurrenz bringt Nachteile mit sich, da die Nahrung auf alle Tiere aufgeteilt werden muss. Bekommt ein Individuum nicht ausreichend Nahrung, ist die Fortpflanzung nicht begünstigt, da das Tier schwächer ist und somit unattraktiver ist. Die Fitness ist herabgesetzt.
Da bei Caniden (Tier aus der Familie der Hunde) sich fast ausschließlich das Alphapaar fortpflanzt, wird die direkte Fitness der rangniederen Tiere herabgesetzt, da diese sich nicht direkt Fortpflanzen können.
Auch werden Krankheiten (Tollwut, Parasiten) schneller übertragen, da kranke und befallene Tiere sich schlechter Fortpflanzen können.
