Name: Leonie Golnik 2026

 

Mutualismus

Blütenpflanzen und Insekten leben in einer Form der Symbiose zusammen, die als Mutualismus bezeichnet wird. Insekten nehmen Nahrung wie Nektar oder Pollen von den Blütenpflanzen auf. Gleichzeitig übertragen die Insekten bei ihrer Nahrungssuche Pollen, wodurch sie andere Blütenpflanzen bestäuben und ihren Fortbestand garantieren. Es profitieren beide beteiligten Arten von dieser Wechselbeziehung was somit den Gegenteil von Parasitismus beschreibt.

 

Coevolution bei der Bestäubung

Blütenpflanzen und Insekten entwickelten sich zeitgleich, schon seit der Kreidezeit. Ein Beispiel für diese Coevolution ist die Entwicklung von einigen Kolibriarten und deren Nahrung, den entsprechenden Blütenpflanzen. So wurde auf einer Insel, auf der viele Kolibris leben, zwei unterschiedliche, an jeweils männliche und weibliche Kolibris angepassten Arten von Blütenpflanzen der gleichen Gattung gefunden.

Sowohl die Blütenform als auch das Energieangebot der Pflanze entsprachen dem zugehörigen Kolibrigeschlecht. Fehlte zum Beispiel die Blütenpflanzenart für die weibliche Kolibris, durch beispielsweise schlechte Bedingungen zum Wachsen oder einer geringen Ansteuerung von Kolibris aufgrund der Höhenlage, so sieht man eine Entwicklung der anderen Pflanzenart, sodass diese jetzt für beide Kolibrigeschlechter passend sind. 
So können an unterschiedlichen Orten unterschiedliche evolutionäre Prozesse beobachtet werden, bei denen aufgrund des Mutualismus Anpassungen zwischen Bestäuber und Blütenpflanze stattfinden.

Coevolution

Bei der Coevolution beeinflussen sich Arten gegenseitig in ihrer Evolution durch unterschiedliche Selektionsdrücke, die beide Arten aufeinander ausüben.