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Name: Dorothea, 2019-12

 

Strahlentherapie

Durch ionisierte Strahlung (meistens Gammastrahlung, Röntgenstrahlung oder Elektronenstrahlung), werden in den Zellen freie Radikale (reaktive Atome oder Moleküle, die im Körper zur Abwehr von Erregern gebildet werden) gebildet. Diese führen zur Schädigung der DNA und damit auch zur Zerstörung der Zelle. Dadurch kann die Teilung der Krebszellen verhindert werden. Man unterscheidet zwischen Teletherapie (Strahlung wirkt auf außen auf den Körper ein) und Brachytherapie (Strahlung wirkt von innen auf den Körper ein).


Chemotherapie

Bei der Chemotherapie werden dem Patienten wachstumshemmende Stoffe eingeführt, welche die Teilung der Krebszellen hemmen. Dabei werden Stoffe (Zytostatika) verwendet, die möglichst gezielt auf krankheitsverursachende Zellen einwirken, wie z. B.: Antibiotika, Chemotherapeutika, Virustatika, Antimykotika, Anthelminthika.
Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Zytostatika auch gesunde Körperzellen befallen und deren Teilung verhindern. Dadurch kommt es zu vielen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, Erschöpfung, Haarausfall, Schleimhautentzündungen und Blutbildveränderungen.

 

Biotherapie

Man entdeckte ein Protein (Alpha-Interferon), dass bei einer Virusinfektion gebildet wird. Dieses Alpha-interferon hat die Fähigkeit die Zellen vor den Viren zu schützen. Es wird zur Bekämpfung verschiedener Krebsformen angewandt, indem es an die spezifischen Rezeptoren der Zelle bindet und wirkt auf diese zytotoxisch (Zelle wird geschädigt).


Zielgerichtete Therapie

Die Chemotherapie erzielt noch nicht viele Erfolge bei der Behandlung von Krebs. Allerdings wurde es durch Fortschritte in der Krebstherapie möglich, mithilfe der Microarray-Analysetechnik die Genaktivität von Krebszellen anhand der gebildeten RNA- Moleküle zu bestimmen. Dadurch können die Entwicklung der Krankheit und der Erfolg der Therapie vorhergesagt werden.

In die Zellmembran befinden sich verschiedene Rezeptoren, die Für Wachstumsfaktoren verantwortlich sind. Bei einigen Krebsformen liegen aufgrund eines Gendefekts zu viele Rezeptoren vor. Diese können bei bestimmten Krebsarten durch Antikörper blockiert werden.
Durch Untersuchungen wurde festgestellt, dass in den Krebszellen Informationswege vorliegen, welche Signale von außen aufnehmen und diese in den Zellkern zu den Genen weiterleiten. Für diese sogenannte Signaltransduktion werden Enzyme benötigt. Um den Krebs zielgerichtet zu behandeln, werden speziell ausgerichtete Medikamente gesucht, welche die Enzyme für den Stoffwechseltransport in den Tumorzellen blockiert.

Sequenzierung der Tumor-DNA

Um diese zielgerichtete Therapie durchführen zu können, muss allerdings zuerst festgestellt werden, welche speziellen Mutationen in den Tumorzellen vorliegen und wo sie sich befinden. Dazu wird die DNA einer Tumorzelle mit einer gesunden Körperzelle verglichen. Es werden beiden DNA-Proben genspezifische markierte Oligonukleotide zugefügt, welche dafür zuständig sind, die für den Krebs charakteristischen Genabschnitte zu finden.

Die beiden DNA-Fragmente hybridisieren (binden durch Wasserstoffbrückenbindungen) mit dem Oligonukleotid. Die hybridisierten DNA-Doppelstränge (mit markierten Genabschnitten des Tumors) binden an ein kugelförmiges Trägermaterial und werden von der übrigbleibenden DNA getrennt. Darauf folgt die Sequenzierung der DNA-Fragmente, welche dann mit einer Referenzsequenz verglichen werden. Man kann nun die zugrundeliegende Mutation des Tumors sehen.

 

Grafik zur Krebstherapie

Krebstherapie - (Klicken zum Vergrößern)

 

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