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Name: Samira, 2018-10

Sinnesorgan Haut

Die Haut ist eines der funktionell vielseitigsten Organe, wenn nicht sogar das vielseitigste. Sie schützt den Körper und grenzt das innere vom äußeren ab (Hüllorgan). Sie nimmt Sinnesreize auf und dient durch Mimik etc. auch der Kommunikation und Repräsentation.
Die Haut ist zwischen 1,5 bis 4 Millimeter dick und hat bei einem durchschnittlichen Erwachsenen eine Oberfläche von 1,73qm und wiegt zwischen 10 und 14 Kilogramm.

 

Aufbau der Haut: Die verschiedenen Hautschichten

Die Haut kann man in drei Schichten unterteilen, die alle verschiedene Funktionen und Aufgaben haben und sich teilweise auch gegenseitig beeinflussen. Diese drei Schichten sind die Oberhaut (Epidermis), die Lederhaut (Dermis) und die Unterhaut (Subcutis). Die Ober- und die Lederhaut werden auch oft gemeinsam als Cutis bezeichnet.

Die Epidermis gehört zu den Epithelgeweben, also Drüsengeweben. Sie ist ein mehrschichtiges Plattenepithel, das zusätzlich auch verhornt ist. Dadurch wird die Haut und damit der Körper noch stärker geschützt. Diese Hautschicht ist 0,03-0,05 mm dick. Außen sitzt die Hornschicht, die an Handinnenflächen und Fußsohlen mehrere Millimeter dick ist, sie wird dort auch als Hornhaut bezeichnet. Als zweite Schicht kommt die Glanzschicht, die sich allerdings nur in der Leistenhaut an Fuß- und Handinnenseiten befindet. Die dritte Schicht ist die Körnerzellenschicht, die vierte, die Stachelzellenschicht, und fünfte, die Basalschicht, werden oft als Keimschicht zusammengefasst.


An die Epidermis grenzt die Dermis, die die Epidermis verankert und ernährt. Sie besteht aus Bindegewebsfasern, ein Blutgefäßsystem versorgt die Grenzzone zwischen Dermis und Epidermis. In den unteren Bereichen der Lederhaut sitzen glatte Muskulatur und Blutgefäße, die die Körpertemperatur regeln. Sie besteht ebenfalls aus mehreren Schichten, der Papillenschicht, Zapfenschicht, den Papillarkörnern und der Netzschicht. In/An ihr sitzen auch die Hautanhangsgebilde, beispielsweise Haare mit Talgdrüsen, Haarbalgmuskel, Nägel, Hörner, Milch-, Talg- und Schweißdrüsen.
Die Subcutis enthält als Unterlage die größten Blutgefäße und Nerven. Außerdem lagert sie Fett ein und enthält lockeres Bindegewebe. In dieser Hautschicht sitzen die Sinneszellen für Druckreize, die Lamellenkörperchen.

 Schemazeichnung der Haut (Wikipedia)

Quelle Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schemazeichnung_haut.svg by Wickicommunsuser: Sgbeer;  Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported2.5 Generic2.0 Generic and 1.0 Generic,  GNU Free Documentation License, Version 1.2


Aufbau der Haut: Die Hauttypen

Es gibt zwei verschiedenen Hauttypen, die Leistenhaut und die Felderhaut, diese werden nach Oberflächenstruktur unterschieden.
In der Leistenhaut ordnen sich die Lederhautpapillen in Längsreihen an, die ein individuelles Muster bilden. Die Leistenhaut besitzt sehr viele Schweißdrüsen, hat abgesehen davon aber keine Hautanhangsgebilde. Man kann die Leistenhaut an den Fingern, der Handinnenseite und der Fußsohle sehen.

Unter der Felderhaut werden alle übrigen Hautbereiche zusammengefasst. Sie zeichnet sich durch rhombische Felder, die mit Furchen abgegrenzt werden, aus. Diese Furchen entstehen an papillenfreien Epidermisbereichen, bei stärkerer Anspannung der Haut „verstreichen“ diese. Da die Oberhaut nicht so dehnungsfähig ist wie die Oberhaut, gibt es diese Reservefalten. An ihr sitzen die meisten Hautanhangsgebilde. Um die Augen und um die Geschlechtsorgane herum ist sie am dünnsten.

 

Aufgaben und Funktionen der Haut

In erster Linie schützt die Haut den Körper vor äußeren Einflüssen, doch darüber hinaus hat sie noch weitere, wichtige Funktionen. Sie sorgt auch dafür, dass der Körper nicht so viel Wärme oder auch Flüssigkeit, Proteine oder Elektrolyte verliert oder auch nicht überhitzt. Sie ist ein Hüllorgan, was das Innere vom Äußeren abgrenzt und hilft, das innere Gleichgewicht zu wahren. Auch hindert sie Krankheitserreger, gasförmige, flüssige und feste Fremdsubstanzen am Eindringen und kann Stoffe, die der Körper nicht braucht oder die schlecht für den Organismus sind, ausscheiden. Ebenfalls bietet sie ein wenig Schutz vor mechanischen Schäden oder auch Strahlung.
Durch sie wird der Mensch repräsentiert und durch sie kommuniziert er auch zum Teil. Auch sitzen in der Haut verschiedene Rezeptoren zur Aufnahme von Reizen.

 

Die Haut als Sinnesorgan: Sinnesfunktionen

Die Sinneswahrnehmung und Reizaufnahme durch die Haut spielt eine sehr wichtige Rolle, da die Haut verschiedene Rezeptoren für die Aufnahme verschiedener Sinnesreize besitzt. Um unsere Umwelt und Umgebung zu erkennen sitzen in unserer Hautoberfläche Tastscheiben und Tastkörperchen. Diese nehmen Druckreize auf und leiten sie weiter. Insgesamt haben wir ungefähr 640.000 Tastpunkte, die größten Ansammlungen/ Ballungen an Fingerspitzen, Fußsohlen, Lippen und der Handfläche.
Bei zu starker Reizung melden die freien Nervenendigungen Schmerz.


Für gewöhnlich lassen sich Blinde stärker von ihrem Tastsinn leiten, der dadurch auch meistens stärker trainiert ist als bei Sehenden.
Wir können auch durch Anfassen unterscheiden, ob etwas warm oder kalt ist. Dieser Temperatursinn hat allerdings keine Ähnlichkeit mit einem Thermometer, da er nur Unterschiede und Veränderungen zwischen Temperaturen feststellt. Aus diesem Grund fühlt sich ein Gegenstand, der eine konstante Temperatur hat, für verschiedene Menschen oft unterschiedlich warm oder kalt an, je nachdem sie gerade etwas Wärmeres oder kälteres in der Hand hatten. Grob gesagt ist unser Warm-Kalt-Empfinden zwischen 31°C und 36°C neutral, ab 45°C wird die Hitze als schmerzhaft empfunden und ab 17°C mit absteigender Tendenz ist die Kälte schmerzhaft.

 

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