Name: Kristina F., 2013

 

Koevolution

Man bezeichnet die wechselseitige Anpassung unter gegenseitiger Beeinflussung zweier Arten im Laufe der Evolution als Koevolution, bzw. Coevolution. Dabei beschränkt sich dieser Begriff auf Arten, die auf die jeweils andere einen Selektionsdruck ausüben.

Das Ergebnis der Koevolution sind Koadaptionen.

Koevolutionen treten bei Symbiosen, Räuber-Beute-Beziehungen und dem Parasitismus auf.

 

Symbiose

Symbiose:  Zwei Arten leben zum gegenseitigen Vorteil zusammen. Es wird zwischen Nutznießertum, bei dem eine der beiden Arten Vorteile hat, und einer Allianz, bei der beide Vorteile von der Beziehung haben. Des Weiteren wird zwischen Ektosymbiose und Endosymbiose unterschieden. Ein typisches Beispiel einer Endosymbiose liegt bei Korallen vor. Die Polypen der Steinkoralle produzieren Kohlenstoffdioxid, den die in der Koralle angesiedelten Algen für ihren eigenen Stoffwechsel verwenden. Dabei entsteht Sauerstoff, der wiederrum von den Polypen genutzt wird. Eine Ektosymbiose liegt bei kleineren Tierarten vor, die größere Arten von Parasiten befreien. Bei der Flechte liegt ebenfalls eine Symbiose vor, denn sie besteht aus Algen und Pilzen. Der Pilz verwendet,den von der Alge produzierten, Sauerstoff und die Alge nutzt das Wasser, das bei der Zellatmung des Pilzes entsteht.

 

Räuber-Beute- Beziehung:  Der schnellere Vertreter einer Räuberpopulation hat höhere Überlebens- und Fortpflanzungschancen. Die Individuen der Beutepopulation, die schneller laufen können, überleben. Es entsteht ein Kreislauf, der dazu führt, dass der Räuber immer effektiver jagen kann, während die Beute schneller fliehen kann.

 

Parasitismus:  Es wird unter anderem zwischen Ektoparasiten und Endoparasiten unterschieden. Zu den Endoparasiten zählen Faden- und Bandwürmer, während Zecken zu den Ektoparasiten zählen. Die Mistel zieht ihre Nährstoffe aus Bäumen und verursacht in manchen Regionen mehr Schaden als andere Schädlinge. Auch die hauptsächlich in den Tropen vorkommende Krankheit Malaria wird durch einen Endoparasiten, das in der Anophelesmücke lebende Sporentierchen, verursacht.

 

Der Begriff der Koevolution wird unter anderem auch in der molekularen Biologie, der Astronomie, der Informatik und der Ökonomie verwendet.

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