Name: Lisa Aderhold & Paul Miller, 2013

 

Rudimente und rudimentäre Organe

Treten Merkmale bei einem Organismus auf, denen keinen wichtige Funktion zukommt und welche schlecht ausgeprägt sind, spricht man von Rudimenten.

Mit diesen lässt sich die Evolution beweisen, da sie ein direkter Beweis für gemeinsames Erbgut sind.

Am Beispiel des Menschen ist erkennbar, dass bestimmte Organe (z.B. die Kiemen oder auch die Ganzkörperbehaarung) mit der Zeit überflüssig wurden und für die Evolution keinen entscheidenden Vorteil mehr boten.

Manchmal waren bestimmte Organe nicht nur überflüssig, sondern erwiesen sich auch als Nachteil, wie zum Beispiel die Hinterläufe der Wale.

 

Weitere Beispiele:

  • Das Steißbein
    -> Der Affenschwanz war früher daran befestigt

  • Zurückgebildete Schwimmhäute

  • Wurmfortsatz des Blinddarms
    -> Diesem kam früher eine wichtige Verdauungsfunktion zu

 

Atavismus

Atavismus bedeutet ein Wiederauftreten eines Organs, welches sich im Laufe der Stammesgeschichte bereits zurückgebildet hatte.

Bei dem betroffenen Lebewesen kann eine solche Ausbildung aufgrund von Störungen in der Embryonalentwicklung, der Kreuzung von eng verwandten Arten, oder durch Mutationen auftreten.

Somit kann es sich bei dem betroffenen Organismus um Pflanzen, Tiere und Menschen handeln.

Die auftretenden Entwicklungen lassen darauf schließen, dass das entsprechende Gen bereits in der Erbausstattung des Organismus vorhanden war, bis zu dem Zeitpunkt jedoch entweder blockiert wurde oder zu einem falschen Zeitpunkt in der Ontogenese aktiv wurde.

Solche Rückentwicklungen weisen darauf hin, dass eine Evolution der Organismen stattgefunden hat.

 

Beispiele:

  • Ganzkörperbehaarung
  • Dritte Brustwarze
  • überzähliger Huf am Griffelbein des Pferdes

 

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