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Name: Raphael Kress, 2018-05

 

Veränderliche Selektionsfaktoren

Abiotische Selektionsfaktoren wirken selektiv auf eine Population ein. Dabei pflanzen sich die jeweils am besten angepassten Individuen am erfolgreichsten fort, sodass der Artfortbestand gesichert wird. Aber auch die Umweltbedingungen sind nicht immer gleich und verändern sich. Dies geschieht zum Beispiel periodisch mit der Jahres- oder Tageszeit. Somit sind immer andere Varianten im Selektionsvorteil. Da viele Lebewesen sich jedes Jahr immer um die gleiche Zeit einmal fortpflanzen, erlebt die nachfolgende Generation auch immer ungefähr die gleichen sich wechselnden Umweltbedingungen. Bei Arten, welche sich jährlich zweimal fortpflanzen hingegen, erlebt die Wintergeneration andere Selektionsfaktoren durch die Umwelt, als die Sommergeneration. Dementsprechend besitzen wechselnde Individuen einen Selektionsvorteil.


Als Beispiel zu nennen sind die Zweipunktmarienkäfer, welche in roten und schwarzen Farbvariationen vorkommen. Die Färbung der Flügeldecken ist dabei genetisch bestimmt, wobei die rote Färbung rezessiv gegenüber der schwarzen ist. Die Zweipunktmarienkäfer durchlaufen zwei bis drei Generationen innerhalb eines Jahres. Auf Grund der Dominanz der Schwarzfärbung überwiegt im Herbst die schwarze Variante. Über den Winter sind die in Winterstarre fallenden Käfer auf Fettreserven angewiesen. Untersuchungen zeigen, dass  aber im Frühling anteilmäßig mehr Rote Käfer wieder aus der Winterstarre erwachen.


Genauer betrachtet sind Marienkäfer wechselwarme Tiere und richten sich daher nach der Umgebungstemperatur. Da aber die schwarzgefärbten Individuen, Sonnenlicht stärker absorbieren als rotgefärbte, erhöht sich deren Körpertemperatur und die Stoffwechselaktivität steigt. Dadurch kann es eher sein, dass schwarze Käfer über den Winter verhungern, da die Fettreserven aufgebraucht sind.


Anhand dieses Beispiels wird sehr deutlich, dass sich Winter- und Sommergenerationen von Lebewesen durchaus stark unterscheiden können und jede auf jede Generation andere Selektionsfaktoren beziehungsweise manche Selektionsfaktoren unterschiedlich stark, wirken.

 

Kompromisse bei Anpassungen

Die zunächst vorteilhafte Anpassung an einen Selektionsfaktor, kann nachteilig bezüglich eines anderen Faktors sein. Es entstehen häufig in dieser Beziehung Kompromisse.

Beispiel – Körpergröße und Fliegen bei Möwen:

Die Individuen der Vogelgruppe der Möwen können verschiedene Größen erreichen. Bei den Möwen mit größerer Körpergröße ist das Volumen im Verhältnis zur Flügelfläche größer, weshalb sie im Flug absinken und höhere Geschwindigkeiten als kleinere Möwen erreichen können.

Folglich können große Möwen entfernte Nahrungsquellen schneller erreichen. Kleineren Möwen ist es aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gewichts möglich aus dem Stand hoch zu fliegen, während größere Möwen erst mit Anlauf fliegen können. Der Start dauert für diese Möwe länger, weshalb sie vorausschauender planen müssen. Weiterhin ist ein ausreichend großer Landeplatz notwendig, da sie einige Schritte zum Abbremsen benötigen.


Damit handelt es sich um einen Kompromiss zwischen der Körpergröße und der Flugfähigkeit der Möwen. 

 

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