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Name: Kinga Plocienniczak 

 

Die besondere Entwicklung des Neandertalers 

1.1  Standort der Evolution

Im August des Jahres 1856 wurde im Neandertal in der kleinen Feldhofer Grotte bei Düsseldorf ein Restskelett des vorzeitlichen Menschen, des Neandertalers, gefunden. Der Fund bestand aus einem Schädeldach, zwei Oberschenkelknochen, drei rechten und zwei linken Armknochen, einem Teil des linken Darmbeins und Fragmenten von Schulterblatt und Rippen. Im Jahr 1868 stoß man in Frankreich beim Bau einer Eisenbahnlinie auf Fossilien von völlig anderen vorgeschichtlichen Menschen. Er wurde Cro-Magnon benannt, der dem modernen Menschen sehr ähnelte. Nach den Funden ging man davon aus, dass Europa das Kontinent war, die den Menschen hervorgebracht hat. Die heutigen paläoanthropologischen Forschungen besagen, dass die Impulse der Evolution im tropischen Afrika stattgefunden haben. Die wärmeren Phasen erlaubten den Neandertaler jedoch das Vordringen nach Europa. Während der kälteren Phasen fand die räumliche Isolation der Population statt.    

  

Skelett des Neandertalers

1.2 Urahnen der Neandertaler

Es ist umstritten, ob man den Neandertaler als eine Unterart des Homo Sapiens auffassen sollte. Der Vergleich von morphologischen Merkmalen deutet darauf, dass es sich um zwei verschiedene Arten handelt. Der Unterschied zwischen den körperlichen Proportionen zwischen den Neandertalern und den jetzigen Menschen ist sehr groß. Schon in dem frühen Stadium des Lebens würden sich die Embryonen enorm voreinander unterscheiden. Die Linien von modernen Menschen und den Neandertaler verlaufen seit ungefähr 500 000 Jahren voreinander getrennt. Die Artfrage ist jedoch nicht ganz beantwortet, da die medizinischen Untersuchungsmethoden nicht im vollen Maße ausgeschöpft wurden.

 

 

1.3 Evolution zum Neandertaler

Es besteht kaum Zweifel daran, dass die Vorfahren der Neandertaler die Menschen im mittleren Pleistozän Europas waren, die man heute unter dem Namen Homo heidelbergensis. Zu Beginn der zweite Phase der Evolution (400 000 bis 250 000) befinden sich die Fossilien bereits in England. Es werden typische Strukturen am Hinterkopf erkannt, die ein Merkmal für den Neandertaler sind. Der bedeutendsten Befunde wurden in Spanien am Ende der achtziger Jahre gefunden. Dort wurden gut erhaltende Fragmente von rund 30 Skeletten entdeckt. Da es sich bei den Funden um junge Erwachsene handelt, kann man die morphologischen Befunde genauer studieren. Man erkennt, dass das Gesicht und der Hinterkopf neandertalerartig geformt sind. In den selben Kreis passen ebenfalls die Fossilien von Bilzingleben bei Halle an der Salle. Die Neandertaler- Merkmale traten in den verschiedenen Orten und Populationen verschieden auf. Vor etwa 200 000 Jahren war die Evolution bezüglich des runden Schädels in Richtung der klassischen Neandertaler gediehen.   

  

Neandertaler (Rekonstruktion)

1.4 Klimatische und geographische Zwänge 

Aus den Funden hat man versucht, eine Evolutionsreihe zu rekonstruieren (frühe Prä- Neandertaler,frühe Neandertaler, jüngere Neandertaler und jüngere Neandertaler). Diese Reihenfolge würde aber den wissenschaftlichen Tatsachen nicht gerecht. Die Evolution der Neandertaler charakterisiert sich in der Anhäufung verschiedener neuer Merkmale, von denen sich jedes in eigenen Tempo und Ausmaß durchgesetzt hat. Der moderne Neandertaler wies zum Beispiel eine Veränderung am Hinterhaupt auf, jedoch nicht die charakteristischen Merkmale am Unterkiefer. Die Neandertaler kennt man ausschließlich aus Europa und Vorderasien, wobei sie die asiatischen Gebiete eher sporadisch besiedelt haben. Nur kleine Pioniergruppen drangen bis Europa hervor, wobei sie nur einen kleinen Teil des Genpools der Ursprungspopulation mitgebracht haben. Damit war die Verteilung des genetischen Materials für die weiteren Generationen zufällig. Somit konnten sich die Merkmale durchsetzen, die in der Herkunftspopulation kaum in Erscheinung getreten waren (Gründerprinzip). Dieser Effekt konnte die Sonderstellung des Neandertalers teilweise erklären. Später spielte sicherlich das Klima eine entscheidende Rolle für den Austausch zwischen den europäischen und anderen Populationen. 

 

1.5. Individuenzahlen als Evolutionsantrieb 

Die europäischen Populationen wurden während der Kaltzeiten von der Umgebung isoliert und die Population hat sich zudem enorm verkleinert, da sie viel an Lebensraum verloren hat. Dadurch hatten die kleinen Einheiten kein Kontakt zueinander.Zur dieser Zeit waren der Südwesten und der Südosten Frankreichs sowie die küstennahen Gebiete der Iberischen Inseln als Rückzugsgebiete. Die geographische Trennung wirkte sich auf die Entwicklung der Kultur der Populationen aus. Die typischen Merkmale der Neandertaler erschienen in der mittleren Eiszeit, die mit besonders vielen Klimaschwankungen. Das zwölfte Stadium war eine außergewöhnlich harte Eiszeit, in der die europäischen Menschen von anderen isoliert wurden.Das darauffolgende Stadium war es ungewöhnlich warm, was die Verbreitung der Prä-Neandertaler ermöglicht hat. Später musste sich diese Population an die kälteren Bedingungen anpassen.Die heftigen Klimaschwünge gaben die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Neandertaler ab. Infolge des starken Schwundes der Population und des Einbüßen an genetischer und morphologischer Vielfalt,bildete sich das neue Erscheinungsbild dieser Menschenform aus. Die demographischen Krisen trugen höchstwahrscheinlich zum Aussterben der Neandertaler.

 

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