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Name: Tina Höhl, 2017-04


Die Domestikation der Pferde begann erst vor etwa 5.000 Jahren, als Menschen in Zentralasien begannen, die Urpferde zu zähmen, um sie als Lasttiere, Transportmittel oder auch als Fleischlieferant zu halten.

Damit sicherte der Mensch das Überleben der Pferde, da sie heutzutage in freier Wildbahn so gut wie ausgestorben sind.
So sind die vermeindlichen Wildpferde, wie beispielsweise die Przewalski-Pferde der Mongolei, lediglich durch den Menschen wieder ausgewildert worden.

Die Entwicklung der heutigen Pferde (Equidae), zu denen auch verschiedene Zebra- und Eselarten gehören, begann bereits vor etwa 57 Millionen Jahren im Eozän, hauptsächlich in Nordamerika.
Von dort aus gelangten die früheren Pferde über die Beringstraße nach Europa und Asien, die Kontinente waren damals noch nicht durch den Atlantik getrennt.

Der Stammbaum der Pferde ist viel komplexer als ursprünglich gedacht, er besteht aus mehreren verschiedenen Abspaltungen, von denen sich das heutige Pferd als einzige übergebliebene Art etablierte. Man spricht also von einer Kladogenese, das heißt einer Entstehung und Koexistenz verschiedener Spezies eines Stammbaumes, anstelle einer anfänglich vermuteten Anagenese (einer geradlinigen Entwicklung).

Zeitintervalle der Entwicklung der Pferdearten

Die Entwicklung der Pferde erstreckt sich über 5 Zeitintervalle:

→ Eozän (vor 57 Mio. Jahren)
→ Oligozän (vor 34 Mio. Jahren)
→ Miozän (vor 24 Mio. Jahren)
→ Pliozän (vor 16 Mio. Jahren)
→ Pleistozän (vor 2 Mio. Jahren)

und Holozän (bis heute andauerndes Zeitalter)

Grundlegende Entwicklungen bei Pferden

Vom Urpferd (Hyracotherium) bis zum heutigen Pferd konnten viele wesentliche Veränderungen des Körpers datiert werden.

→ Körpergöße: Die Körpergröße der Pferde änderte sich enorm. Das Hyracotherium war nur etwa 25-50 cm groß, während heutige Pferde bis zu 2,10m groß werden können.

→ Extremitäten: Es kam zu einer Entwicklung vom vierzehigen Pfotengang zum einzehigen Zehenspitzengang, beziehungsweise dem heute bekannten Hufgang.

→ Gehirn: Das Gehirn nahm deutlich an Volumen und Oberfläche zu.

→ Zähne: Mit der umweltbedingten Veränderung (ansteigende Temperaturen) von Wald- zu Graslandschaft änderte sich auch die Nahrungsquelle. Da Pferde zunächst eher weiche Blätter und Beeren fraßen, und diese Nahrungsquelle immer geringer wurde, mussten sie sich auf Gräser als Hauptnahrungsmittel umstellen.
Dies ist auch der Grund für eine maßgebliche Veränderungder Zähne von eher abgerundeten, flachen Zähnen zu scharfen, mit hartem Schmelz besetzten Zähnen, welche von tiefen Furchen durchzogen sind.

Die Evolution der Pferde

Die Entwicklung der Pferde begann mit dem Hyracotherium, auch Eohippus genannt, was so viel bedeutet wie Pferd der Morgenröte.

Das Hyracotherium hatte noch nicht viel mit dem Pferd, wie wir es heute kennen, gemein.
Es hatte nur eine Schulterhöhe von 25-50 cm, dazu einen gewölbten Rücken, kurze Gliedmaßen (Beine und Hals), eine sehr kurze Schnauze und einen langen Schwanz.
Des Weiteren hatte das Hyracotherium noch keine Hufe, sondern lief vorne auf vier Zehen und mit den Hinterbeinen auf 3 Zehen, die eher einer Pfote ähneln.
Es lebte in den tropischen Wäldern Nordamerikas und später auch Europas und ernährte sich von weichen Blättern und Beeren.

Auf das Hyracotherium folgten Oro- und Epihippus, welche bereits veränderte Zähne vorwiesen, die es ihnen ermöglichten, festere Nahrung zu sich zu nehmen.

Das Mesohippus besaß schon größere und längere Gliedmaßen, der Rücken war weniger gekrümmt. Es starb bereits im Oligozän aus.

Aus dem Mesohippus gingen mehrere verschiedene Arten hervor, welche sich im Miozän etablierten.
Zum einen dreizehige Weidetiere, welche auch Anchitheren genannt werden,
Zwergpferde namens Archeohippus, welche jedoch sehr schnell ausstarben
und Pferde, welche sich von Laub- zu Grasfressern entwickelten und harte, schärfere Zähne besaßen, die mit einer zementartigen Schicht bedeckt waren.
Außerdem besaßen diese Lebewesen längere Beine, was sie zu besseren Läufern machte, einen längeren Schädel und waren insgesamt viel größer, als ihre Vorgänger.
Sie begannen, auf Zehenspitzen zu laufen, woraus sich später der Hufgang entwickelte.

Auch die darauffolgende Art, Merychippus, war bereits einen Meter groß und ähnelte schon mehr dem heutigen Pferd, da der Schädel bereits die charakteristische Form bekam. Das Merychippus war auch noch dreizehig, lief aber ausschließlich auf den Zehenspitzen, aus denen sich bereits etwas hufähnliches geformt hatte.
Dadurch war es ihm möglich, sich schnell über harten Untergrund zu bewegen.

Vom Merychippus aus kam es wieder zu vielen verschiedenen Abspaltungen.
Beispielsweise zu dem dreizehigen Grasfresser Hipparion, aber auch zu dem Pliohippus, der eine sehr große Ähnlichkeit mit modernen Pferden hat. Es verlor die seitlichen Zehen und ging ausschließlich auf dem Huf.

Aus dem Pliohippus entwickelten sich die einzehigen Pferde, wie beispielsweise Astrohippus und Dinohippus.
Mit Ende des Pliozäns (etwa vor 4 Millionen Jahren) begann letztendlich die Entwicklung zum modernen Pferd (Equus).

 

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