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Namen:

Jenny Brotzmann 2013
H. Hopemaster 2017-11

Wirkung von Medikamenten und Drogen an der Synapse

Die folgenden drei Grafiken zeigen die Angriffspunkte von Drogen und Medikamenten an der Synapse:

Allgemeine Möglichkeit zur Beeinflussunf von EPSP und IPSP

Wie man erkennen kann, wirken viele Drogen und Medikamente an der Synapse. Jeder Stoff hat dabei in der Regel nur einen Wirkmechanismus. Dabei git es zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

a) Die Transmittermenge wird erhöht bzw. die Natriumionenkanäle sind länger geöffnet, so das stärkere EPSP oder IPSP entstehen.

Mögliche Ursachen wären: mehr transmittergefüllte Vesikel öffnen sich => viel Neurotransmitter im synaptischen Spalt, abbauende Enzyme funktionieren nicht, der Natriumionenkanal (oder der Ckloridionenkanal an hemmenden Synapsen) wird offen gehalten.

 

b) Die Transmittermenge wird verringert, so dass nur schwache oder keine EPSP oder IPSP entstehen.

Mögliche Ursachen wären: es wird kaum Neurotransmitter freigesetzt, die Natriumionenkanäle (oder der Ckloridionenkanäle an hemmenden Synapsen) werden blockiert.

 

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Angriffsmöglichkeiten an der Synapse (z.B. am Second Messenger oder an den Calciumionenkanälen). Außerdem gibt es im Körper viele verschiedene Synapsen, mit verschiedenen Neurotransmittern, so dass so eine große Varianz an Beeinflussung möglich ist.

 

Angriffspunkte für Medikamente, Drogen und Toxine

Angriffsstellen bekannter Gifte und Toxine an der chemischen Synapse

 

                                              

Angriffspunkte Folgen
1 Blockieren der Kanäle die calciumabhängige Transmitterfreisetzung ist gehemmt

2 Hemmen des Transmitters    (Transmitterrezeptoren werden  blockiert) 

Transmitter können nicht andocken und somit die Öffnung der Natriumkanals bewirken-> es werden keine elektrischen Impulse zur Entstehung von Aktionspotenzialen weitergeleitet (trotz Transmitterausschüttung)

3 Ähnlichkeit der Drogen/Gifte mit dem Transmitter, können aber nicht  abgebaut werden

es werden ständig elektrische Impulse weitergeleitet, die Aktionspotenziale auslösen (können)
4 Hemmen der Transmitter spaltenden  Enzyme Transmitter verbleiben am Rezeptor/ im synaptischen Spalt -> ständige Aktionspotenziale
5 Verhindern der Wiederaufnahme von  den Transmittern Transmitter verbleiben im synaptischen Spalt -> ständige Aktionspotenziale

 

Die Auswirkungen von Giften und Drogen auf den Körper sind meist Lähmungen oder Krämpfe!

 

 

Übersicht über verschiedene Synapsengifte

SYNAPSENGIFT/Droge ANGRIFFSPUNKT/WIRKUNG KONSEQUENZ
Curare (Pflanzengift)

 

 

blockiert die Acetylcholinrezeptoren der motorischen Endplatten
-> kompetitiver Hemmstoff des Transmitters Acetylcholin

 

Tod durch Atemlähmung

Botulinumgift(Botox),(in verderbendem Fleisch erzeugt von der Art Clostridium botulinum)

Hemmung calciumabhängiger Acetylcholinausschüttung (z.B in Zwerchfell und Rippenmuskulatur) tödliche Atemlähmung durch 0.01mg
Alpha-Latrotoxin (Gift der schwarzen Witwe, Spinne) schlagartige und irreparable Entleerung der synaptischen Bläschen aller motorischen Endplatten spontane Muskelkontraktionen, Kopfschmerzen, Tod oft durch Herzversagen
Muskarin (Gift des Fliegenpilz) wirkt wie Acetylcholin, wird allerdings von Cholinesterase nicht abgebaut Magen-Darm-Krämpfe, Atemlähmung, Pupillenverengung
Atropin (Gift der Tollkirsche, Atropa 'belladonna' =schöne Frau) blockiert die Acetylcholinrezeptoren in Synapsen des Herzens, der Eingeweide und in den Irismuskeln im Auge Tod durch Herzstillstand, Bewusstseinsveränderung(geringe Dosierung in Hexenrezepturen), Pupillenerweiterung
Nicotin,Meskalin und Muskarin (+andere Substanzen) wirken wie Acetylcholin (bzw. spezifisches Transmitter), werden allerdings von Cholinesterase (bzw. spezifisches Enzym für jeweiligen Transmitter) nicht abgebaut tödliche Dosis bei oraler Aufnahme von ca. 1mg/kg Körpergewicht
Alkylphosphate(organische Phosphorverbindungen, in Kampfgasen und Insektenvertilgungsmitteln) Hemmung der Cholinesterase Tod durch Atemlähmung
Antidepressiva Hemmung der Transmitterspaltenden Enzyme  
Narkotika blockieren Kanäle Regungs- und Bewusstlosigkeit
Cocain, Antidepressiva (2) verhindern die Wiederaufnahme von Transmittern(Angriffsstelle: Transporter) Bewusstseinsveränderung

 

 

 

 

 

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