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Name: Ann-Katrin Heinol, 2016.12

 

Der Kommentkampf bei Hunden

Der Kommentkampf gilt kurz gesagt als Wettbewerb oder Schaukampf zwischen zwei gleichstarken Rüden. Die Funktion dieses Kampfes liegt darin, den Gegner mit aggressiven Gebärden zum Rückzug zu bewegen, ohne einen Kampf anfangen zu müssen.

Zu Beginn wird dem anderen Rüden imponiert, indem sich der Hund in einer aufgerichteten Körperhaltung befindet, um groß zu wirken. Als nächster Schritt folgt das sichere Drohen, bei dem das Maul leicht aufgerissen und geknurrt wird. Der Kopf wird dabei nach vorne gestreckt. Nützt dieses  Drohen nichts, dann reißt der Hund das Maul weiter auf und legt zusätzlich die Ohren an. Wenn auch dieses Verhalten den Gegner nicht dazu bringt, sich zu unterwerfen, dann beginnt ein Kampf zwischen den beiden Rüden. Dies zielt darauf ab, den Gegner mit leichten Kratzern zum Rückzug zu zwingen.

Nach dem Kampf gibt es zum einen die aktive Demut, bei der einer der beiden Rüden in seiner Haltung des Imponierens dasteht und der andere sich kleiner macht, wobei sich beide an der Schnauze berühren, und zum anderen die passive Demut, bei der ein Rüde wieder in seiner Haltung des Imponierens dasteht und der andere sich auf den Rücken legt und somit seine verletzliche Seite mit Bauch und Kehle durch das Zurückdrehen des Kopfes präsentiert.

Das Imponieren dient dem ersten starken Eindruck gegenüber dem Gegner. Das Drohen, das darauf folgt, soll ebenfalls ein Ausdruck von Stärke und Bereitschaft signalisieren und schon hier mit Gebärden wie Knurren, Maulaufreißen und Ohren anlegen den Gegner zur Distanzierung ausffordern. Der folgende Kampf ist ein Kräftemessen zwischen beiden Rüden. Die Demut eines Hundes nach dem Kampf zeigt deutlich das Unterwerfen und die offen präsentierte Verletzlichkeit.

 

Kosten - Nutzen - Analyse

Der Nutzen des Kampfes liegt ganz deutlich im Hervorheben der Stärke und der Sicherung der Rangordnung, wie es auch bei Wölfen zu beobachten ist. Ein weiterer Nutzen besteht in der Weitergabe der Gene in die nächste Generation, denn das Alphatier darf sich mit einem Weibchen paaren. Außerdem suchen sich auch die Weibchen ein Männchen nach einem Attraktivitätsschema aus, wobei die Attraktivität hierbei die Stärke bei einem Kampf sein kann. Einen Nutzen, den die Menschen den Hunden "angezüchtet" haben, ist die höhere Aggressivität als besonderes Verhaltensmerkmal. Diese Aggressivität ist aber auf die bestimmten Gene zurückzuführen.

Im Bezug auf die Abstammung vom Wolf ist ein weiterer Nutzen des Kommentkampfes die Sicherung des Reviers oder der Nahrung.

 

Dagegen müssen aber die Kosten genannt werden.

So muss ein Rüde mit einem Kampf und den damit verbundenen Verletzungen rechnen, wenn das Imponieren oder Drohen nicht reicht, um den anderen Rüden zur Distanzierung zu bewegen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass der Gegner stärker als erwartet ist und der Rüde am Ende derjenige ist, der sich unterwerfen muss. Somit hätte er seinen hohen Platz in der Rangordnung verloren, die Fitness gesenkt, da der anderen Rüde nun seine Gene mit einem Weibchen an die nächste Generation abgeben könnte, und das Revier oder die Nahrung als Ressource verloren.

Der Kommentkampf könnte also entweder ein Erfolg werden und der Rüde würde sehr viel davon gewinnen oder es könnte aus sein, dass es nötig wäre, sich zu unterwerfen und somit viele Dinge wie Rang oder Fitness zu verringern oder zu verlieren.

 

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