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Name: Julian Kreß, Celine Kruppert, Alina Schneider, 2012

Kognitives Lernen -Lernen durch Einsicht

Kognitives Lernen bzw. Lernen durch Einsicht wird die Aneignung oder Umstrukturierung von Wissen durch das Nutzen kognitiver Fähigkeiten genannt. Diese Form des Lernens tritt fast auschließlich beim Menschen, oder bei höher entwickelten Wirbeltieren wie Primaten auf.

Dazu wurde von Köhler & Wertheimer eine Lerntheorie, bestehend aus sechs Phasen, aufgestellt:

Zunächst tritt hierbei ein Problem auf (1), woraus das Probierverhalten (2) resultiert. Man setzt sich praktisch aktiv mit seiner Umwelt auseinander. Dieses Verhalten wird als "trial-and-error-Verhalten" also Versuch und Irrtum bezeichnet. Hat man genügend ausprobiert, kommt es zur Umstrukturierung und der Entwicklung einer geistigen Vorstellung zur Lösung (3), indem man Reize aufnimmt, diese bewertet und verarbeitet. Danach kommt man möglichst zur Einsicht und einer Lösung (4). Einzelne Elemente werden zu einem Gesamtkonzept zur Lösung zusammengesetzt. Bei diesem Vorgang kommt es oft zu sogenanten "Aha-Erlebnissen". Das Konzept wird anschließend angewendet (5) und möglicherweise auf andere Situationen übertragen, also eine Transferleistung vollbracht (6).


Diese Lerntheorie bestätigte sich bei Versuchen mit Menschenafffen:

Hierbei wurde zunächst eine Banane in ein Affengehege gehängt. Allerdings wurde diese in einer Höhe angebracht, die für die Affen unerreichbar war (Diskrepanz zwischen Ist- und Sollzustand). Trotzdem wandten die Tiere das "trial-and-error-Verhalten" an und versuchten vergeblich die Banane zu erreichen. Schließlich setzte sich der Affe in das Gehege und beobachtete die Situation genauer (Kisten in Gehege) .

Köhler, der die Affen untersuchte, unterstellte hier eine Problemlösungsphase. Anschließend kam es dann zu dem sogenannten "Aha-Erlebnis" . Der Primat nutzte jetzt die Kisten, um sich daraus ein Gerüst zu bauen, und die Banane somit zu erreichen. Hierbei stellte der Verzehr der Frucht den Lernerfolg dar. Köhler stellte weiterhin fest, dass das erlernte Verhalten abstrahiert und somit auf andere Situationen übertragen werden konnte (Transferleistung).

Des Weiteren kann bei kognitivem Lernen noch zwischen verbalem und nonverbalem Lernen unterschieden werden.

  • Beim verbalen Lernen wird Sachwissen durch sprachliches Lernen erworben. So werden kognitive Strukturen aufgebaut. Dabei widerrum differenziert man Wissen über Fertigkeiten wie Rechnen und Schreiben von Wissen über Sachverhalte, also das Erkennen und Deuten von Aussagen bzw. Inhalten.
  • Beim nonverbalen Lernen werden die duale Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung vorausgesetzt. Das heißt, dass es eine bildhafte und handlungsmäßige Repräsentation von Wissen gibt und diese optisch oder akustisch verarbeitet werden.

 

Beispiele an Formen des kognitiven Lernens:

- Ausschlussverfahren

- Generalisierung / Abstrahierung

- Lernen aus Fehlern oder Widersprüchen

- "symbolisches Zuordnen" (einem realen Gegenstand wird durch Wörter eine symbolische Bezeichnung zugeordnet; vgl. "Stöckchen" bei Hunden)

 

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