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Name: Frederike J.

Prägung

1. Allgemein

  • Genetisch vorgegebender Lernprozess
  • Irreversible Form des Lernens
  • Sensible Phase: Entwicklungsgenetisch vorbestimmter Zeitraum, in dem Prägungsbereitschaft vorhanden ist

2. Merkmale

Die Lernform der Prägung verfügt über fünf charakteristische Merkmale. Die Prägung ist keine Form des konditionierten, auf Erfahrung aufbauenden Lernens, vielmehr ist sie nicht nachholbar und vor allem nur in der tierartspezifischen sensiblen Phase möglich. Das während der sensiblen Phase Erlernte wird sehr effizient und zeitsparend angewandt. Das heißt, auf einen bestimmten Schlüsselreiz erfolgt eine ganz bestimmte Reaktion. Außerdem kann die Prägung vorzeitig vollzogen werden, sodass Verhaltensweisen erlernt werden, deren Anwendung erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden wird.

 

3. Drei Varianten der Prägung

Die Nachfolgeprägung wurde von Konrad Lorenz bei Gänsen nachgewiesen und stellte sicher, dass Lebewesen auch auf nicht lebendige Objekte innerhalb der sensiblen Phase geprägt werden können.

Die Sexuelle Prägung ist eine Form der Aneignung von Kenntnissen über die Wahl eines adäquaten Sexualpartners. Sie erfolgt meist in großem zeitlichem Abstand zu der eigentlichen Anwendungsphase. Das heißt, das Tier erlernt diese Fähigkeit, noch bevor es geschlechtsreif ist.

Die Prägung auf den Nachwuchs kann sowohl über akustische, als auch über olfaktorische Signale erfolgen und erleichtert den Muttertieren das Erkennen der Nachkommenschaft unmittelbar nach der Geburt.

 

4. Beobachtungen auf neuronaler Ebene

Eine veränderte Signalübertragung führt zu der Bevorzugung bestimmter Signalwege. Hierbei wird ein neues dauerhaftes und effizienteres Verschaltungsmuster gebildet, welches eine schnellere Reaktion beispielsweise auf Schlüsselreize ermöglicht.

 

5. Bedeutung für den Menschen

Beim Menschen geht man von prägungsähnlichen Vorgängen aus, die sich beispielsweise auf die Ausbildung von Eltern-Kind-Beziehungen auswirken. Auch Säuglinge werden akustische auf ihre Mutter geprägt. Dieser Vorgang ist ein definierender Moment für die weitere emotionale Entwicklung des Kindes, seine künftige Bindungsfähigkeit und spätere Sozialkompetenz. Allerdings verlaufen die Prägungsvorgänge beim Menschen weitaus weniger starr; so ist beim Menschen auch keine sensible Phase zeitlich genau bestimmbar.

 

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