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Name: Kristina F.

 

Vita von Konrad Lorenz

* 7.November 1903  in Altenberg bei Wien

† 27. Februar 1989 ebenfalls in Altenberg

Konrad Lorenz machte im Alter von 5 Jahren, inspiriert von dem Märchen „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ von Selma Lagerlöf, seine ersten Erfahrungen mit dem Phänomen Prägung anhand eines Entenkükens.
Er besuchte von 1910 bis 1922 die Volksschule und das Gymnasium. Daraufhin studierte er ein Semester lang an der Columbia University in New York, kehrte dann aber nach Wien zurück, wo er sein Medizinstudium 1928 abschloss und eine Dozentenstelle übernahm. Im selben Jahr begann Lorenz sein Studium der Zoologie, das er im Jahre 1933 abschloss.

1934 bis 1938 nahm Lorenz seine berühmten Studien an Graugänsen vor. Des Weiteren begann 1936 seine Zusammenarbeit mit dem niederländisch-britischen Zoologen Nikolaas Tinbergen bei der Erforschung von Mechanismen, die das Verhalten von Tieren steuern.

Lorenz verfasste 1937 seine Abhandlung „Über den Begriff der Instinkthandlung“, mit der er die vergleichende Verhaltensforschung begründete.

Im Jahre 1937 lehrte er als Privatdozent an der Universität Wien, in den Fachrichtungen vergleichende Anatomie und vergleichende Tierpsychologie.

Im Jahre 1938 trat Lorenz (freiwillig) in die NSDAP bei und wurde ein Mitarbeiter des Rassenpolitischen Amtes. In einem Zeitungsartikel der NS-Zeit schrieb er unter anderem: „Sollte sich dagegen herausstellen, dass unter den Bedingungen der Domestikation keine Häufung von Mutationen stattfindet (…), so müsste die Rassenpflege auf eine noch schärfere Ausmerzung ethisch Minderwertiger bedacht sein, als sie es heute schon ist.“
Diesen Lebensabschnitt leugnete Lorenz später und behauptete seine Mitgliedschaft in der NSDAP sei nur unter Zwang zustande gekommen. Viele österreichische Biografen verschweigen noch heute Lorenz` Verbindung zum Nationalsozialismus.

Im Jahre 1940 forschte er als Professor und Leiter des Instituts für vergleichende Psychologie an der Universität in Königsberg.

Von 1941 bis 1944 arbeitete er als Arzt im Kriegsdienst und beteiligte sich ab 1942 ehrenamtlich in der „Reichsstiftung für deutsche Ostforschung“ an „deutsch-polnischen Mischlingen und Polen“. Es wurde dabei die „eignungs-psychologische und charakterologische Wertigkeit“ hinsichtlich einer möglichen Einbürgerung beurteilt. Bei Nichteignung drohten die Zwangsarbeit oder die Deportation in ein Vernichtungslager.

Lorenz arbeitete von 1944 bis 1948 als Arzt in russischer Kriegsgefangenschaft.

Im Jahr darauf gründete er eine Station für vergleichende Verhaltensforschung in Altenberg bei Wien.

1953 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Münster ernannt.

Zwei Jahre später begann die Umsetzung des Baus eines Max-Planck-Institutes für Verhaltensphysiologie in Seewiesen bei Starnberg, nach den Plänen von Lorenz. Dort wirkte er zwischen 1961 und 1973 als Direktor.

Im Jahre 1973 erhielt Lorenz zusammen mit Nikolaas Tinbergen und Karl von Frisch den Nobelpreis für Medizin für „ihre Entdeckung zur Organisation und Auslösung von individuellen und sozialen Verhaltensmustern“.

Ab 1982 war Lorenz als Leiter der Forschungsstelle für Ethologie in dem nach ihm benannten Konrad-Lorenz-Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Altenberg tätig.

In seiner Forschung beschäftigte ihn hauptsächlich die Frage:
Woran erkennt man eine Instinkthandlung, also eine Handlung die von Schlüsselreizen ausgelöst wird?

Konrad Lorenz prägte den Begriff der Erbkoordination.

Kristisch äußerte er sich zu gesellschaftlichen Vorgängen:
„Der Mensch, das, wie ich sagen muss, blöde Vieh,ist mit seinem Gehirn imstande, sich selbst und alle anderen auszurotten.“

 

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