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Name: Luca Marie Brenzel, 2020-01

Aktive und passive Immunisierung

Impfungen gehören zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen gegen Viren und Bakterien, sodass Menschen vor schweren Krankheiten geschützt sind. Ebenso wurden so schon einige Krankheiten ausgerottet, wie z.B. die Pest, Pocken und Polio (Kinderlähmung).

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der aktiven und passiven Impfung: Bei der aktiven Immunisierung bildet der Mensch selbst einen Schutz gegen Viren, wo hingegen bei der passiven Immunisierung bereits vorgebildete Schutzfaktoren dem Mensch zugeführt werden.

 

Aktive Immunisierung:

Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, wie man die Immunisierung erreicht:

  • Lebendimpfstoff: Hier werden defekte  Erreger oder nur Teile des Erregers geimpft um eine Infektion vorzutäuschen. Durch die defekten Erreger kann sich die Krankheit nicht ausbreiten. Das Immunsystem  bildet aber die passenden Antikörper zu den Oberflächenproteinen des Erregers, welche von den Gedächtniszellen gespeichert werden. Dadurch ist man dann immun gegen diese Krankheit oder man bekommt sie in einer sehr stark abgeschwächten Form.
    Beispiele: Masern, Mumps, Röteln, Gelbfieber, Tuberkulose, Poliomyelitis.

  • Todimpfstoff: Hier verwendet man Erreger, die abgestorben sind. Jedoch haben sie noch die Oberflächenproteine, zu denen passende Antikörper vom Immunsystem hergestellt und von den Gedächtniszellen gespeichert werden können.
    Beispiele hierfür sind: FSME, Cholera, Tollwut, Influenza und Hepatitis B

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=> Insgesamt führen beide Methoden zu einer langfristigen Immunisierung nach ein bis zwei Wochen. Oft wird man im Kindesalter und als junger Erwachsener geimpft, um den Gedächtniszellen auf die Sprünge zu helfen. Durch Impfungen hat man meist einen 90%igen Schutz vor der Krankheit. Wenn sich die Oberflächenproteine nicht verändern, hat man  einen lebenslangen Schutz .Bei Erregern, die ihre Oberflächenproteine verändern, wie bei dem bekanntesten Beispiel, den Influenzaviren (Grippeviren), muss man sich jedes Jahr neu impfen lassen. Die hergestellten Antikörper sind durch die Veränderung nicht mehr passend zu den Oberflächenproteinen des Erregers, deshalb ist man auch nicht mehr immun gegen diese Krankheit. Diese Veränderungen machen es oft sehr schwer einen Schutz gegen eine Krankheit zu garantieren.

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Passive Immunisierung:

Wenn ein Mensch sich akut mit einer lebensbedrohlichen Krankheit infiziert hat oder Gift im Körper hat (z.B. Schlangengift), kann man eine schnelle und kurzweilige Immunisierung durchführen.

Dies geht allerdings nur, wenn man rechtzeitig merkt, dass man sich angesteckt hat. Bei der passiven Immunisierung bekommt man gleich passende Antikörper zu einem Erreger oder Gift geimpft. Dies führt zu einer kurzzeitigen Immunisierung, da die Gedächtniszellen so schnell die Informationen nicht speichern können. Die Antikörper werden zu schnell vom Körper wieder abgebaut. Man injiziert Kühen, Pferden oder Schafen eine geringe Dosis des Giftes, so dass das Tier nicht stirbt aber die passenden Antikörper bilden kann. Diese Antikörper werden dann für die passive Immunisierung bei Menschen verwendet, z.B. bei Giften von Schlangen.
Die zugeführten Antikörper bauen sich innerhalb von 30 Tagen ab.
Beispiele hierfür sind: Bei Ansteckung von Tetanus, Tollwut, Röteln, Hepatitis B,  FSME und bei verschiedenen Giften im Körper (z.B. durch einen Schlangenbiss)

 

Impfgegner:

Es gibt Impfgegner, die glauben, dass Impfungen Krankheiten wie Autismus auslöst oder andere schlimme Folgen haben können. Es ist allerdings bewiesen, dass dies nicht stimmt. ZUm Teikl ist dies auf die frühere Verwendung des quecksilberhaltigen Konservierungsmittels Thimerosal, welches füher häufig, aber heute außer in manchen Grippeimpfungen, nicht mehr verwendet wird.

Moderne Impfstoffe sind sehr gut verträglich und haben auch nur sehr selten Nebenwirkungen, wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber. In der Regel werden Impfungen in den Oberarmmuskel gespritzt. Man spritzt Erreger in Muskelzellen, da sich Muskelzellen sehr schnell regenerieren können. Im Bereich der Einstichstelle kann es auch zu Muskelschmerzen und Rötungen kommen, die innerhalb von ein paar Tagen weggehen.

 

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