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Name: Marian Schöppner, 2015
Judith R. 2020-05

Ablauf eines Reflexes:

1. Der Schlüsselreiz wird von der betroffenen Sinneszelle wahrgenommen.

2. Mithilfe eines elektrischen Impulses wird der Reiz von sensiblen Sinnesnerven (afferente, "hinbringende" Nervenbahnen) an das zentrale Nervensystem geleitet.

3. Nachdem der Reiz dort verarbeitet wurde, wird das Signal über efferente ("wegbringende") Nervenbahnen an motorische Sinneszellen geleitet.

4. Der Empfänger dieses Signales stellt das Erfolgsorgan dar => Es kommt zur Reaktion des Organismus auf den äußeren Reiz.

 

Reflexe kann man nach mehreren Kriterien unterteilen:

1. Unbedingte Reflexe:

Ein unbedingter Reflex ist ein erbbedingtes Verhaltensmuster, welches nicht von Umwelteinwirkungen verändert wurde. Die Bedeutung von Reflexen besteht im Sicherstellen elementarer, komplexer Bewegungsvorgänge die von Anfang an korrekt ablaufen müssen ; korrekte Körperhaltung beim Gehen; Schutz des Körpers

Er ist eine Reaktion des Organismus auf externe Reize. Die unbedingten Reflexe sind von der Geburt eines Individuums an vollständig ausgebildet.Es gibt jedoch auch Reflexe,die sich erst im weiteren Verlauf der Entwicklung ausbilden.

Die unbedingten Reflexe besitzen ein starres Verhaltensmuster, d.h. die Reflexhandlung läuft bei einem spezifischem Reiz (Schlüsselreiz) immer gleich ab (Kniesehnenreflex, Lidschlussreflex). Sie laufen rasant ab und besitzen zumeist eine Schutzfunktion (Hustenreflex -> Entfernung des Fremdkörpers,um Atmung zu ermöglichen).

Bei einem Reflex handelt es sich um eine durch bestimmte Außenreize hervorgerufene Reaktion
Er läuft nach einem angeborenen Bewebungsmuster ab (artspezifisch). Sie kommen bei allen Organismen mit Nervensystemen vor. Reizstärke und Dauer bestimmen Auslösung und Dauer der Reflex-Reaktion

 

2. Bedingte Reflexe:

Bedingte Reflexe sind Reaktionsweisen, die nicht angeboren sind. Sie werden erlernt bzw. erworben (Form des Lernens). Sie gehören zu den primitivsten Lernformen und sind z.B. bei niederen wirbellosen Tieren nachzuweisen.Um einem Individuum einen bedingten Reflex anzutrainieren, muss man einen unbedingten Reiz mit einem indifferenten Reiz kombinieren (z.B.: "Pawlowscher Hund").

Reflexe können nicht unterdrückt werden,da sie für das Überleben des Individuums elementar wichtig sind.Sie können auch durch abgeänderte Reize mit gleicher Durchführung ausgelöst werden ("Daumenlutschen" eines Säuglings; das Behüten eines Steins durch eine Ente, die den Stein mit ihrem Ei verwechselt).

 

Man kann Reflexe aber auch nach anderen Kriterien unterscheiden.

Reflex-Unterscheidung nach synaptischer Verschaltung

1. Monosynaptischer Reflex:

besteht aus zwei Nervenzellen, einer Synapse sowie aus Rezeptor und Effektor (Reflexbogen)
z.B. Kniesehnenreflex

Eigenreflex (=> monosynaptisch):

• reizaufnehmendes Sinnesorgan liegt direkt im reagierenden Organ
• Schaltung über das Rückenmark
• Ablauf: unwillkürlich
• kaum ermüdbar
• sehr kurze, konstante Latenzzeit(=Zeit  zwischen Reiz und Reaktion)
• dienen zur aufrechten Körperhaltung, Ballance


2. Polysynaptischer Reflex:

• Einfache Bewegungsformen können vom Rückenmark selbst gesteuert werden
• dort ist mindestens eine 2.Synapse am Reflexbogen beteiligt
• Diese Reflexe verlaufen polysynaptisch über viele Interneurone und sind über mehrere Rückenmarkssegmente verschaltet
• Polysynaptische Reflexe werden bereits durch leichte schmerzhafte Reize der Haut oder auch anderer Organe (Muskel, Periost, Gelenke) ausgelöst

Fremdreflexe(=> polysynaptisch):

• reizaufnehmendes und reagierendes Organ sind nicht identisch
• Schaltung über Reflexzentren im Rückenmark oder in rückenmarksnahen Teilen des Gehirns
• laufen unwillkürlich ab, sind aber meist willentlich beeinflussbar
• kurze Latenzzeit, die mit zunehmender Reizintensität kürzer wird
• reizspezifische Ermüdung(Habituation); nach eienr Ruhephase bei Reizung benachbarter Stellen oder Änderung der Reizqualität tritt die Reaktion wieder in alter Stärke auf(Dishabituation)
• überdauern feststellbar(Reaktion dauert auch nach Ende der Reizung an)
• Funktion: Schutzreflexe oder Reflexe zur Ernährungssicherung (Schlucken)

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