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Name: Denise Schmidt, 2012

 

Allgemeines zur Diabetes

Diabetes mellitus oder auch "die Zuckerkrankheit" ist mittlerweile eine sehr weit verbreitete Stoffwechselkrankheit.
In Deutschland sind 7,3% (ungefähr 6 Millionen Menschen) betroffen, wobei über die Hälfte davon über sechzig Jahre alt ist. 95%, der an Diabetes mellitus leidende Kinder, sind Diabetiker des Typ 1. Derzeit sind Schätzungsweise 21.000 -24.000 Kinder und Jugendliche an der Stoffwechselkrankheit betroffen und die Tendenz der Neuerkrankungen steigt jährlich um 3-5%.
Fälschlicherweise könnte man denken, dass man auf Grund des Namens "Zuckerkrankheit" keine Nahrungsmittel mit Zucker essen darf. Dieses trifft nur auf vereinzelte Fälle zu, die auf Grund ihrer Behandlung mit einem Ernährungsplan nur wenig oder keine Süßigkeiten essen dürfen.

Saccharose - Rohrzucker - Für Diabetiker tabu
Saccharose - Rohrzucker - Für Diabetiker tabu

 

Entdeckung und erste Behandlung von Diabetes

Früher hatte man nicht die technischen Möglichkeiten Diabetes festzustellen, geschweige denn sie zu behandeln. Bestand vor ca 500 Jahren der Verdacht auf Diabetes, musste der/die Patient/in auf den Boden pinkeln und der Arzt probierte den Urin. Wenn er süßlich schmeckte, hatte man Diabetes. Wurde die Diagnose gestellt, war das quasi das Todesurteil, weil Diabetes noch nicht behandeln konnte.
Später wurde dann das erste Insulin aus den Bauchspeicheldrüsen von Schweinen entnommen.
Es wurde mit Glasspritzen injiziert, welche zur Sterilisation nach Gebrauch wieder abgekocht werden mussten.

 

Symptome von Diabetes

Die Symptome von Diabetes mellitus sind Symptome einer Hyperglykemie (Überzuckerung) und je nach Mensch verschieden. Eine Hyperglykemie hat Symptome wie:

  • Durst
  • Harndrang
  • Übelkeit (unter Umständen auch Erbrechen)
  • Gewichtsverlust (aber nur wenn die Krankheit schon länger unerkannt blieb)
  • Müdigkeit/ Erschöpfung
  • Acetongeruch aus dem Mund (starker Mundgeruch)
  • stumpfes Drücken in den Muskeln (ähnelt Muskelkater)
  • Schwierigkeiten sich zu konzentrieren

Diese Symptome des Diabetes mellitus bauen sich auf und kommen nicht von jetzt auf gleich. So kann sich der Zeitraum vom Ausbruch der Krankheit bis zur Diagnose von ein paar Wochen, bis hin zu einem halben Jahr oder sogar einem Jahr ziehen.

Wenn die Krankheit richtig behandelt wird, kann es bei falscher Dosierung oder körperlicher Anstrengung aber auch unter Umständen zu einer Hypoglykemie (Unterzuckerung) kommen. Diese hat folgende Symptome:

  • "Heißhunger"
  • zittern der Hände
  • Schweißausbruch
  • "weiche Knie"
  • Sehstörungen
  • Sprachstörungen
  • Desorientiertheit
  • Kribbeln im Mund und Rachenraum
  • Schwierigkeiten sich zu konzentrieren
  • Verhaltensänderung (meist bei Kindern > Benehmen sich untypisch)

Es gibt verschiedene Arten von Diabetes mellitus:

  • Typ 1
  • Typ 2
  • Schwangerschaftsdiabetes

Behandlung von Diabetes:

Die Behandlung von Diabetes mellitus ist nicht so leicht, wie man denken könnte. Man muss, sobald die Stoffwechselerkrankung diagnostiziert wurde, ein Leben lang (außer bei Schwangerschaftsdiabetes) eine auf den Körper abgestimmte Insulintherapie, Tablettentherapie oder Ernährungsplan (für die leichteren Fälle) einhalten. Tut man es nicht, können Langzeitschäden entstehen oder man könnte sogar ins Koma fallen und sterben.

Man könnte denken, dass die verschiedenen Typen mit verschiedenen Behandlungen behandelt werden, aber dem ist nicht so:

  • Der Typ 1 von Diabetes mellitus wird grundsätzlich mit Insulin (einem künstlichen Hormonpräperat) behandelt. Es wird via Einmalspritze, Insulinpen oder Insulinpumpe injiziert (tw auch Tabletten).
  • Beim Typ 2 Diabetes muss man, je nach stärke der Erkrankung, Tabletten (zusammen mit Ernährungsplan) oder Insulin nehmen. Es kann nämlich durchaus passieren, dass die Bauchspeicheldrüse noch teilweise funktioniert und so nur Tabletten ausreichen, weil ansonsten im Körper noch genug Insulin produziert wird.
  • Der Schwangerschaftsdiabetes kann ebenfalls mit einem Ernährungsplan behandelt werden und sollte dieser nicht anschlagen so muss unverzüglich mit der Insulintherapie begonnen werden.

 

Wirkung von Insulin:

Ausgehend von einem normalen Blutzuckerspiegel bei Diabetikern (je nach Einstellung zwischen 80 und 120 mg/dl):

Die Nahrung wird aufgenommen und erhöht den Blutzucker. Da bei den Diabetikern die Bauchspeicheldrüse nicht mehr arbeitet, kann die Energie (der Zucker) nicht in die Muskeln gelangen, deshalb muss der/die Diabetiker/in das Insulin selbst in dem entsprechenden BE-Faktor spritzen. Das Insulin ermöglicht den Muskeln sich die Energie zu holen, die sie brauchen. Es ist quasi der Schlüssel für die Energie, die bei den Muskeln vor "verschlossenen Türen" stehen. Die überschüssige Energie wird, wie bei den "Nicht-Diabetikern" in Zuckerspeicherorganen, wie zum Beispiel der Leber gespeichert.
=>Der Blutzucker senkt sich wieder.

Hat der/ die Diabetiker/ in genug gespritzt, so dass alles an Energie in die Muskeln übergehen konnte, und macht zusätzlich noch Körperliche oder (schwere) geistige Arbeit, kann es dazu kommen, dass er/ sie unterzuckert.
Wenn das der Körper merkt, schüttet er, solange keine neue Energie aufgenommen wird, die Energiereserven aus den Energiespeicherorganen, wie zum Beispiel der Leber, aus. Wenn der/ die Diabetiker/ in die Unterzuckerung merkt, sollte er / sie entsprechende BE's (Broteinheiten) essen und halbstündig eine Kontrollmessung machen, damit er/ sie nicht in eine Überzuckerung entgleist.

 

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